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Kokain-Segler: Milde Strafe wegen Beihilfe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Glimpflich ging das Verfahren wegen Beihilfe zum Kokainschmuggel aus der Karibik für zwei Föhrer aus. Ein 44-Jähriger wurde gestern vom Schöffengericht Niebüll zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt, eine 46-Jährige freigesprochen. Bereits Ende Dezember vergangenen Jahres war im so genannten Karibik-Verfahren der 47-jährige Föhrer Frank Jan L. zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Flensburg sah es als erwiesen, dass er mit zwei Komplizen zwischen 2008 und 2011 insgesamt zweieinhalb Tonnen Kokain per Segelyacht über den Atlantik transportiert hat.

Den beiden nun Angeklagten war vorgeworfen worden, L. in den Jahren 2010 und 2011 bei den Kokain-Transporten geholfen zu haben. Wie schon beim letzten Verhandlungstermin vor knapp zwei Wochen verweigerte L., der als Zeuge vorgeführt wurde, trotz Androhung von Beugehaft die Aussage. Es blieben neben weiteren Zeugenaussagen ein Geständnis des 44-Jährigen sowie die Aussagen der 46-Jährigen, die demnach mit L. ohne Wissen über den geplanten Kokainschmuggel einen Karibik-Törn machen wollte. Während der Staatsanwalt für den 44-Jährigen lediglich zwei Monate Haft zusätzlich sowie 90 Arbeitsstunden forderte, sah er im Fall der 46-Jährigen eine Beihilfe ebenfalls als bewiesen und forderte drei Jahre Haft. „Der Tatbestand der Beihilfe ist nicht ausreichend belegt“, widersprach der Vorsitzende Richter. Der Staatsanwaltschaft bleibt eine Woche Zeit für eine Berufung.

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