Knappes Ergebnis in Groß Nordende

Birgid und Jörg Rohwer (von links), Spitzenkandidatin und Vorsitzender der AKWG, und Ute Ehmke und Peter Hormann, Spitzenkandidatin und Vorsitzender der GuB‘82.
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Birgid und Jörg Rohwer (von links), Spitzenkandidatin und Vorsitzender der AKWG, und Ute Ehmke und Peter Hormann, Spitzenkandidatin und Vorsitzender der GuB‘82.

Wählergemeinschaften rücken zusammen: GuB‘82 siegt bei der Gemeindewahl, doch die AKGW holt auf

shz.de von
09. Mai 2018, 16:05 Uhr

Dass die Wahlbeteiligung in Groß Nordende von 60 Prozent im Jahr 2013 auf 54 Prozent bei der jetzigen Kommunalwahl gesunken ist, findet Ute Ehmke enttäuschend. „Dabei haben wir so viele Hausbesuche gemacht und gut informiert“, kommentiert sie. Das Wahlergebnis jedoch lässt die bisherige und höchstwahrscheinlich auch künftige Bürgermeisterin des Straßendorfes an der B 431 strahlen: 52,4 Prozent (2013: 62,1 Prozent), sprich: 980 Stimmen, für ihre Wählergemeinschaft GuB’82 und 47,6 Prozent (2013: 37,9 Prozent), in Stimmen 891, für die Wählergemeinschaft AKWG.

Ein Ergebnis, das dem AKWG-Vorsitzenden Jörg Rohwer und seiner Frau Birgid, Spitzenkandidatin der AKWD, Auftrieb gibt. „Wir haben uns sehr, sehr gefreut, dass wir wieder ein bisschen dichter an die GuB herangerückt sind“, so Birgid Rohwer. Gegenüber 2013 hat die AKWG rund zehn Prozentpunkte zugelegt. Auch ihre Kandidaten hatten Haustür-Wahlkampf gemacht und verstehen die gesunkene Wahlbeteiligung nicht.

GuB-Chef Peter Hormann gibt sich mit der Wahlbeteiligung ebenfalls nicht zufrieden und sagt: „Den Ursachen müssen wir in Ruhe nachgehen.“ Den Wahlausgang kommentiert er jedoch positiv: „Das Ergebnis würdigt die Arbeit unserer Wählergemeinschaft und insbesondere die Leistung Ute Ehmkes.“ Sie gehe frei von politischen Ideologien auf alle Groß Nordender zu. Das komme an. Viele Wähler hätten die ersten sechs Kandidaten der GuB oder der AKWG en bloc gewählt. Aber es sei auch gesplittet worden. „Insgesamt war Ute Ehmke mit 230 Stimmen die meistgewählte Kandidatin“, untermauert Hormann Ehmkes Popularität. Doch auch der bisherigen stellvertretenden Bürgermeisterin Birgid Rohwer, die mit 186 Stimmen Platz zwei aller Kandidaten belegte, zollt er Anerkennung. Wie Ehmke sei auch die AKWG-Politikerin sehr aktiv und beide Frauen sähen zuerst den Menschen.

In der Gemeindevertretung wird sich das Sitzverhältnis von bisher sechs zu drei für die GuB in sechs zu fünf Mandate für die GuB verändern, wobei die erhöhte Anzahl auf elf statt bisher neun Sitze der gestiegenen Einwohnerzahl geschuldet ist. „Wir haben ein gutes Team, das noch strukturierter gearbeitet und mehr Kontakt zur Bevölkerung gesucht hat. Dadurch konnten wir aufholen, und das werden wir so fortsetzen“, erklärt Jörg Rohwer den AKWG-Erfolg. Hormann sieht in der neuen Sitzverteilung die Normalität wieder hergestellt: „Die drei Sitze der AKWD in den vergangenen fünf Jahren waren ein Ausreißer. Wir lagen sonst immer enger beieinander.“ Die Angleichung der Sitzverteilung sei kein Problem, sondern gut für den Diskurs und den Weg zu besten Lösungen, denn man arbeite mit der AKWG gut zusammen.

Ehmke gibt sich bei der Beurteilung des Wahlerfolgs pragmatisch-bescheiden. „Wir können nur im Rahmen unserer nicht gerade üppigen finanziellen Möglichkeiten und mit viel ehrenamtlichem Engagement das Beste für unser Dorf und seine Menschen herausholen. Daran hat die GuB gearbeitet und das wird sie auch weiter tun. Große Themen werden jetzt Feuerwehr und Kita sein.“

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