Klimaschützer und Müllsammler

porträt kühl 1

Rekord bei Erwerbstätigen

von
24. August 2018, 16:32 Uhr

Wenn der lockere Verbund der Kiel-Region eine Online-Befragung zur klimafreundlichen Mobilität lostritt, ist das grundsätzlich zu begrüßen. Die Kiel-Region, das sind neben dem größten Schadstoffverursacher Kiel auch die Landkreise Rendsburg-Eckernförde und Plön, in denen die Luft noch sauber ist und die Menschen frei durchatmen können. Es geht um die Themen Leben, Mobilität, Wirtschaft und Wissenschaft, im Fokus übergreifende Projekte zum Wohle aller und Innovationen, die die Welt vielleicht braucht. Ein brauchbarer Ansatz, mit dem man arbeiten kann. Aber es muss fair und gerecht zugehen, und die Landeshauptstadt darf ihre vermeintlich dominierende Stellung nicht dazu nutzen, ihre teilweise hausgemachten Probleme in die Nachbarkreise zu exportieren oder Mitfinanzierungen für höchst umstrittene Projekte wie die Stadtregionalbahn einzufordern. Ist das gewährleistet, sind gemeinsame Perspektiven möglich. Wobei jeder Partner zunächst vor seiner eigenen Haustür kehren muss. Da gibt es jede Menge zu tun, gerade in Sachen klimafreundliche Mobilität. Vom Radwegebau über Shuttlesysteme in die Städte hinein und hinaus bis hin zu einem effektiven, gut ausgebauten und vernetzten ÖPNV. Mal sehen, was am Ende bei der Online-Befragung, die noch bis zum 30. September läuft, herauskommt.

Eckernförde kann da sicher mit dem ökologischen Bewusstsein und der Tatkraft der Bürger punkten. Siehe Dirk Schreiber und die Streetworkouter von BaltECK Bars. Sie nervt der viele Müll am Strand, und sie haben selber zugepackt und den Müll anderer Leute, die sich dafür schämen sollten, gesammelt. Die Aktivisten aber sind zu loben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen