Klein aber lecker

Die Organisatoren der Holsteiner Apfeltage freuen sich auf zahlreiche Besucher.
Die Organisatoren der Holsteiner Apfeltage freuen sich auf zahlreiche Besucher.

Holsteiner Apfeltage offiziell eröffnet / Früchte dieses Jahr nicht so groß wie sonst, aber trotzdem gute Qualität

shz.de von
29. August 2018, 16:00 Uhr

„In diesem Jahr sind die Äpfel klein geraten, aber die Qualität ist wirklich super. Wir haben selten so gut schmeckende Äpfel gehabt“, sagte Obstbauer Wilfried Plüschau. Gestern wurden die 20. Holsteiner Apfeltage offiziell eröffnet.

Im Schulrestaurant der Berufsschule Elmshorn begrüßte Schulleiter Erik Sachse die Gäste bevor Plüschau mit der amtierenden Königin Jaquelin I. Äpfel an die Gäste verteilte.

Lebrecht von Ziehlberg vom Vorstand der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG), die die Holsteiner Apfeltage organisiert, warf einen Blick zurück: „Die Holsteiner Apfeltage sind eine Erfolgsstory.“ Die Idee sei vor 20 Jahren auf dem Holmer Apfelfest geboren. Das Ziel: das Apfelanbaugebiet in der Haseldorfer Marsch bekannter machen. Der Holmer SPD-Chef Dietmar Voswinkel ergänzte: „Wir haben uns gedacht: Was auf der einen Seite der Elbe funktioniert, muss auch auf der anderen Seite funktionieren.“ Die Äpfel aus der Marsch seien genauso gut wie die aus dem Alten Land südlich der Elbe.

Die Idee wurde von Initiator und Schirmherr Helmut Plüschau ins Kieler Landwirtschaftsministerium getragen. Mit Hilfe einer Anschubfinanzierung stellten Obstbauern, Politiker und Unterstützer aus der Wirtschaft 1999 die ersten Holsteiner Apfeltage auf die Beine.

Im Anschluss läutete von Ziehlberg die Programmvorstellung ein: Am Tag der offenen Höfe bieten die Obsthöfe Plüschau, Krieger und Schuldt Führungen durch ihre Betriebe, Rundfahrten durch die Plantagen sowie Spiele und Kulinarisches an. Dazu gibt es jede Menge Infos über die Apfelernte. „Nachdem wir im letzten Jahr eine kleinere Ernte hatten, ist sie in diesem Jahr größer“, sagte Plüschau. Anders als 2017 gab es keine Blütenfröste, allerdings habe die Trockenheit dazu geführt, dass die Plantagen beregnet werden mussten. Damit die Blätter nicht verbrennen, ging das nur morgens. Aus diesem Grund seien die Äpfel etwas kleiner geraten.

Beim Apfelfest in Holm gebe es auch dieses Jahr das beliebte Himmel-und-Erde-Essen, gab Voswinkel bekannt: „Grützwurst gibt es ja heute nicht mehr in jedem Haushalt.“ In der Grützwurst ist – dem Motto getreu – Apfel enthalten. Außerdem gibt es Kaffee und Kuchen. Die Besucher können selbst gemachte Gelees, Marmeladen und Liköre kaufen. Für Kinder gibt es einen Apfelschälwettbewerb.

Neben den altbewährten Angeboten gibt es in diesem Jahr auch zwei Neuheiten: Am Sonnabend, 29. September, wird in der Berufsschule Elmshorn gezeigt, wie man alkoholfreie Apfel-Cocktails mixt. Am selben Ort backt Bäckermeister Winfried Scheidweiler Apfelbrot. „Das ist vor allem für Kinder interessant. Die Brote werden im Holzofen gebacken“, sagte Scheidweiler. Den Sauerteig setzt er schon einige Tage im Voraus an. Darin enthalten: Apfelstücke und Apfelsaft.

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