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Kinderfeuerwehr: Neues Projekt gegen Personalnot

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Während es in größeren Städten keinen Mangel an Feuerwehrleuten gibt, kommt es in den ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins vermehrt zu bedrohlichen Engpässen. Neben privaten, beruflichen und demografischen Gründen sieht Holger Bauer, Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes, auch ein „fehlendes gesellschaftliches Bewusstsein“ dafür, dass es sich bei der Mitgliedschaft in der Feuerwehr um ein unverzichtbares Ehrenamt handelt. „Wir brauchen jede Feuerwehr“, so Bauer. „Wir müssen klar machen, dass die Feuerwehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.“

Einigkeit herrscht sowohl im Landesfeuerwehrverband als auch in den Kreisfeuerwehrverbänden darüber, dass sich gute Jugendarbeit bezahlt macht. Frank Raether, Kreiswehrführer in Steinburg, nennt ein Beispiel: „Glückstadt hat bei uns die älteste Jugendfeuerwehr, dort liegt der Anteil der Mitglieder bei den jungen Aktiven (16 bis 29 Jahre) bei 42 Prozent. In Itzehoe gibt es erst seit gut einem Jahr eine Jugendfeuerwehr, hier liegt dieser Anteil bei nur 29 Prozent.“ Entgegen der schrumpfenden Mitgliederzahlen in vielen ländlichen Feuerwehren nimmt die Zahl der Angehörigen bei den Jugendfeuerwehren teilweise sogar zu. Bauer setzt auf eine Änderung des Brandschutzgesetzes, die 2014 kommen soll. Vorgesehen ist demnach die Möglichkeit der Einführung einer Kinderfeuerwehr für Nachwuchs von sechs bis zehn Jahren als Vorstufe zur Jugendfeuerwehr (zehn bis 18 Jahre).

Zum ersten Mal überhaupt wirbt die Feuerwehr ab kommendem Mittwoch im Radio, so Bauer. Bei Radio Schleswig-Holstein (R.S.H.) laufen vom 18. bis zum 24. Dezember fünf bis sechs Mal am Tag kurze Spots, die immer mit dem gleichen Satz enden: „Bitte passen Sie auf sich auf – wir tun es auch.“

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