Kassenärztliche Vereinigungen veröffentlichen Chefgehälter

Margret Kiosz von
03. März 2020, 11:22 Uhr

Kiel | Nicht nur die Ärzte verdienen in Deutschland hervorragend, sondern auch ihre Interessenvertreter. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind gesetzlich verpflichtet, die Vergütungen ihrer Chefs jährlich zu veröffentlichen. In diesem Jahr liegt erneut der Chef des Bundesverbandes, Andreas Gassen, mit 347 870 Euro an der Spitze, das sind 14 000 Euro mehr im Vergleich zu 2018. Sein Vize, Stephan Hofmeister, erhält für seine Tätigkeit 318 650 Euro, etwa 8500 Euro mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Top-Verdiener auf Kassenseite ist in den vergangenen Jahren stets Jens Baas, Chef der Techniker Kasse gewesen. 2018 erhielt er Überweisungen in Höhe von 333 700 Euro.

Die Saläre in den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen haben sich 2019 unterschiedlich entwickelt. Teils bleiben die Vergütungen im Vergleich zum Vorjahr unverändert, teils fallen die Zuschläge üppig aus. Um jeweils knapp 6000 Euro steigen in Schleswig-Holstein die Bezüge des Vorstandsduos KV-Chefin Monika Schliffke und ihr Vize Ralph Ennenbach. Beide verdienen 260 260 Euro pro Jahr.

Zum Vergleich: In Niedersachsen stieg das Salär der KV-Chefin von 272 500 auf satte 316 202 Euro. Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg haben ihren Vorständen hingegen eine Nullrunde verordnet. Die geringste Vergütung gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, dessen Vorstände müssen sich mit einem Jahresgehalt von unter 200 000 Euro zufrieden geben. Bei den Krankenkassenchefs sieht das Bild aufgrund der teilweise nur regionalen Zuständigkeit anders aus. Die AOK-Nordwest, zuständig für Schleswig-Holstein, zahlt ihrem Chef 232 890 Euro per Anno. Die Betriebskrankenkassen schicken ihre Chef meist mit unter 100 000 Euro nach Hause. Die bundesweit agierende Barmer zahlt 378 270 Euro.

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