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Kanaltunnel gesperrt: Kilometerlange Staus in Rendsburg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auch das noch: Gestern gegen 9.30 wurde einem Lkw im Rendsburger Kanaltunnel der Tank für Hydrauliköl aufgerissen. Die Folge war ein Verkehrs-Kollaps. Hunderte Lastzüge stauten sich nördlich und südlich des Tunnels. Der Lkw rettete sich noch auf die Baustelle nördlich des Kanals. Der Tunnel wurde hinter ihm sofort gesperrt – zunächst nur eine Fahrspur, dann komplett. Das besonders schmierfähige Öl hatte sich nicht nur im gesamten Tunnel verteilt. Die nachfolgenden Autofahrer verschmutzten unwissentlich die gesamte Bundesstraße über mehrere Kilometer.

Während die angekündigte Tunnelsperrung am vergangenen Wochenende nur relativ wenige Auswirkungen hatte, kam es nach dem Ölunfall schlagartig zum Zusammenbruch des Verkehrs. Hunderte von Lkw steckten buchstäblich in einer Sackgasse. Auch Autofahrer mussten stundenlang warten. Um 13 Uhr wurde die Fahrbahn Richtung Süden wieder freigegeben.

Innerhalb kürzester Zeit bildete sich auch auf den Zufahrtsstraßen lange Staus bis tief in die Stadt hinein. Während die Trucker auf der rechten Spur warteten und sich die Zeit mit Klagen über die Verkehrssituation vertrieben, suchten viele Autofahrer nach einer Lücke in der Absperrung. Sie aber wurden von einem massiven Polizeiaufgebot gestoppt und in ein Wohngebiet geleitet, das für einige Stunden als Wendehammer herhalten musste – es herrschte ein heilloses Durcheinander. Auch die Fähren waren nicht auf den Ansturm eingestellt, dort bildeten sich lange Warteschlangen. Die Reinigung der verschmutzten Fahrbahn zog sich bis in die Nacht hin.

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erstellt am 16.Okt.2013 | 00:31 Uhr

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