Kalte Schulter und ÖPNV-Provinz

porträt kühl 1

Rekord bei Erwerbstätigen

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30. November 2018, 16:28 Uhr

Es war schon ein wenig skurril. Da saß eine ganze Schar vorstellungswilliger Architekten mit Plänen und Sticks im Planungs- und Gestaltungsbeirat – mancher hatte sogar ein Modell dabei –, doch die waren ausnahmslos nur für die Augen und Ohren der Fachbeiräte bestimmt. Ausschluss der Öffentlichkeit – die Bauherren und Investoren möchten das so. Weder das Bauamt noch die Beiräte können private Bauherren zwingen, ihre Pläne vor aller Augen auszubreiten. Das ist auch vollkommen verständlich. Wer möchte sich schon nach einigen denkwürdigen Auftritten der Beiräte, in denen Architekten und Investoren gnadenlos abqualifiziert wurden, den öffentlichen Knock-out geben? Dringend nötig sind vertrauensbildende Maßnahmen, dann trauen sich auch wieder mehr Planer ins Rampenlicht. Nur ein Bauprojekt wurde öffentlich vorgestellt, nur fehlten da sowohl Bauherr als auch Architekt. Um die Zuhörer nicht noch mehr zu enttäuschen, übernahmen kurzerhand die Beiräte die Vorstellung und überschütteten den Entwurf mit Lob. Nach 15 Minuten wurde der Saal geräumt, die Arbeit begann.

Skurril ist auch die ÖPNV-Posse in der Schiefkoppel. Die Straße ist breit genug, Bushaltestellen sind auch vorhanden, doch die 437 Bewohner können dort lange warten. Es kommt kein Bus. Ist wohl niemandem aufgefallen, hat sich niemand richtig drum gekümmert. Vor allem nicht die zuständigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung in Rendsburg, die die Eckernförder Signale - so sie denn deutlich genug waren - überhört haben. Jetzt wird nachgebessert – mit einem 90-Minuten-Takt. Eckernförde bleibt ÖPNV-Provinz.

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