Heimatmuseum erwirbt Sammlung

Dieter Herrmann (links) und viele fleißige Helfer packten zu, um die Scheune Kleinwort in der Schulstraße auszuräumen.
Dieter Herrmann (links) und viele fleißige Helfer packten zu, um die Scheune Kleinwort in der Schulstraße auszuräumen.

Förderkreis Kultur und Brauchtum übernimmt landwirtschaftliche Geräte aus dem Besitz von Jan Kleinwort

shz.de von
27. Juni 2018, 16:00 Uhr

Eine in die Jahre gekommene Scheune in der Schulstraße erwies sich als wahre Fundgrube für den Förderkreis Kultur und Brauchtum. Denn hier hat Jan Kleinwort seine Sammlung landwirtschaftlicher Geräte untergebracht. Jetzt aber soll das alte Gemäuer abgerissen werden. Da war für den Vorsitzenden des Förderkreises, Dieter Herrmann, keine Zeit zu verlieren. Er trommelte eine große Schar freiwilliger Helfer zusammen, um so viel wie möglich für das Heimatmuseum zu retten.

Allerdings gibt es im Museum hinter Ladiges Gasthof keinen freien Raum mehr. Deshalb musste Herrmann erst einmal zusätzliche Räumlichkeiten beschaffen. Zu seinem Glück konnte ihm die Gemeinde mit Platz auf dem Siebeneicher Hof in der Hörnstraße aushelfen. Der Förderkreis bekam ein vorläufiges Nutzungsrecht, die Neuerwerbungen sowie auch seinen bisherigen Fundus hier zu lagern. Dadurch wird die ehemalige Remise hinter dem Heimatmuseum frei und kann jetzt die wichtigsten Teile einer neuen landwirtschaftlichen Ausstellung aufnehmen.

Für Herrmann und seine Freiwilligen war das mit einem Wochenende voll anstrengender Arbeit verbunden. Die Neuerwerbungen mussten gereinigt, sortiert, katalogisiert und schließlich transportiert werden. Hölzernes musste gegen Holzwurmbefall geschützt werden.

Auch große Geräte gab es in Kleinworts Scheune wie einen 80 Jahre alten Heuwender, eine stabile Pferdekutsche, einen 150 Jahre alten Moorpflug oder eine alte Viehwaage. Herrmann träumt jetzt von einer landwirtschaftlichen Schau, die vor allem Schulklassen und andere Gruppen anlocken soll.

Wer will kann sich vom Museumsteam übrigens Holmer Luft abpacken lassen. „Früher gab es in Berlin Blechdosen mit der viel besungenen ,Berliner Luft’ als Souvenir. In Berlin ist die Luft ja nicht so gut wie bei uns“, erläutert Herrmann lachend. Im Heimatmuseum können die Besucher an einer Konservendosen-Verschließmaschine eigene Dosen versiegeln – eben mit der Holmer Luft.

Geöffnet ist die Ausstellung im Heimatmuseum Holm, Hauptstraße  14, bis Ende Oktober sonntags von 13 bis 16  Uhr. In der liebevoll restaurierten alten Scheune, einem 300 Jahre alten Gulf-Ständerhaus , an der B 431 kann Holm seine eigene Geschichte durch eine überaus ansehnliche Sammlung von Exponaten aus längst vergangenen Zeiten erzählen. Die Kulisse für die verschiedenen Ausstellungsstücke bietet ein 300 Jahre altes Gulf-Ständerhaus, in dem das Heimatmuseum seit 2004 seine Heimat hat.

Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten können mit Museumsleiter Manfred Hasenjäger unter Telefon (0  41  03) 8  88  72 und Herrmann unter Telefon (0 41 03) 68 20 vereinbart werden.

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