Hans-Peter Lütje ist Amtsvorsteher

Neues Verfahren: Die Abstimmungen im Amtsausschuss werden künftig mit Stimmkarten vorgenommen.
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Neues Verfahren: Die Abstimmungen im Amtsausschuss werden künftig mit Stimmkarten vorgenommen.

Amtsausschuss unter neuer Leitung / Abstimmung erfolgte per Kartenzeichen

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07. Juli 2018, 16:00 Uhr

„Ich bitte um das Handzeichen“ – nein, Hans-Peter Lütje korrigierte sich schnell: „Ich bitte um das Kartenzeichen“. Denn das Abstimmen im Amtsausschuss des Amtes Geest und Marsch Südholstein funktioniert ab sofort anders als gewohnt.

Aber nicht nur das Abstimmungsverfahren ist neu: Walter Rißler (CDU), Ex-Bürgermeister von Holm, schied nach 28 Jahren als Amtsvorsteher und nach insgesamt 40 Jahren im Amtsausschuss aus dem Gremium aus. Zu seinem Nachfolger als Amtsvorsteher wählte der Ausschuss einstimmig Hans-Peter Lütje (CDU) aus Appen. Der CDU-Politiker Lütje war seit 2008 Erster Stellvertreter des Amtsleiters. Diesen Posten übernahm Marco Küchler von den Freien Wählern aus Haselau. Zweiter Stellvertreter wurde wieder ein Appener: Walter Lorenzen (SPD).


Stimmen nach Einwohnerzahl

Bisher galt in der Runde: ein Mitglied, eine Stimme. Das bleibt so nur bei Voten zur Verfahrensweise im Ausschuss selbst, zum Beispiel bei Abstimmungen über Anträge zur Geschäftsordnung. Für alle anderen Beschlüsse gelten in dem Gremium jetzt 99 Stimmen, die auf auf die 27 Mitglieder verteilt sind. Als Kriterium gilt dabei die Einwohnerzahl. Je angefangenen 250 Einwohnern hat eine Gemeinde eine Stimme. Appen kommt so beispielsweise auf 20 Stimmen. Die werden unter den fünf Appener Amtsausschussmitgliedern aufgeteilt.

Überhänge bekommt der Bürgermeister: Darum verfügt Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) über fünf Stimmen, die übrigen vier Morreger im Amtsausschuss nur über jeweils drei.Jedes Mitglied des Amtsausschusses bekommt künftig zu Beginn der Sitzung von den Vertretern der Amtsverwaltung drei Karten: eine grüne, eine weiße und eine rote. Auf jeder Karte sind der Name des Ausschussmitglieds und die Anzahl seiner Stimmen vermerkt.

Die Farben dienen zum Zeigen der Meinung: grün steht für ja, weiß bedeutet Enthaltung, rot Ablehnung. Zum Glück verliefen die meisten Abstimmungen in der konstituierenden Sitzung des Amtsausschusses einstimmig. Das vereinfachte das Rechnen erheblich.

Bei den übrigen Stellen, die zu besetzen waren, änderte sich nichts: Hans-Joachim Banaschak (CDU), Bürgermeister in Appen, bleibt erster stellvertretender Amtsdirektor, Bürgermeisterin Ute Ehmke (GuB’82) aus Groß Nordende bleibt Zweite Stellvertreterin. Dem Hauptausschuss wird weiterhin Heists Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) vorsitzen.

Gute Nachricht für die Ausschussmitglieder: In ihren Gremien wird weiterhin nach dem alten Verfahren abgestimmt: pro Nase eine Stimme.

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