Hamburg macht auf

Vorbereitungen für die Wiedereröffnung im Biergarten des Hamburger Restaurants „Maybach“.
Vorbereitungen für die Wiedereröffnung im Biergarten des Hamburger Restaurants „Maybach“.

Hansestadt beschließt zahlreiche Corona-Lockerungen

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12. Mai 2020, 15:40 Uhr

Hamburg | Hamburg macht das Tor auf: Der Senat hat gestern das bisher größte Paket an Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. Trotzdem warnte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD): „Wir dürfen jetzt nicht die Disziplin verlieren.“ Voraussetzung bei allen Lockerungen sind 1,50 Meter Mindestabstand und strenge Hygieneregeln. Ein Überblick über das, was in der Hansestadt wieder erlaubt ist – und was nicht nicht:

Gaststätten:

Ab heute dürfen Gaststätten, Restaurants und Kneipen öffnen. Laut Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) nicht nur im Außenbereich, sondern auch im Inneren. Stellen Wirte zwischen den Tischen Plexiglasscheiben auf, kann der Mindestabstand unterschritten werden. Die Kellner müssen Mund-Nase-Schutz tragen, Gastronomen die Kontaktdaten aller Besucher erfassen. Büffets sind verboten.

Eine Begrenzung der Öffnungszeiten gibt es nicht. Clubs, Bars und Diskotheken dürfen noch nicht öffnen. Auch Konzerte, Theateraufführungen und Großveranstaltungen bleiben weiterhin verboten.

Hotels:

Hotels dürfen ab heute wieder für touristische Übernachtungen öffnen, aber nur 60 Prozent der Betten belegen. Pools, Saunen und Wellnessbereiche bleiben dicht.

Kontaktverbote:

Durften sich Angehörige eines Haushalts bisher nur mit einer weiteren Person treffen, können nun zwei Haushalte zusammenkommen, maximal aber zehn Menschen. Innensenator Andy Grote (SPD) rief die Hamburger eindringlich dazu auf, große Ansammlungen und Partys in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Solche habe es am vorigen Wochenende gegeben, die Einsicht vieler Bürger sei zu gering. Die Polizei soll solche Verstöße verstärkt kontrollieren.

Läden:

Ab heute dürfen auch Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche öffnen, also Kaufhäuser, Möbelgeschäfte und Co. Es gilt: maximal ein Kunde pro Quadratmeter.

Ausflüge:

Touren mit Bussen und Schiffen sind wieder erlaubt, also auch Hafenrundfahrten. Allerdings nur mit höchstens 50 Prozent Auslastung. Gäste müssen Masken tragen.

Pflegeheime:

Besuche in Pflege- und Alteneinrichtungen sind wieder zugelassen. Allerdings nur für je eine Person mit einer Stunde pro Woche. Die Treffen sollen im Außenbereich oder in Besuchsräumen stattfinden, nicht auf den Zimmern.

Dienstleistungen:

Fahrschulen dürfen wieder öffnen, in den Fahrzeugen ist Maske Pflicht.

Auch Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagesalons können wieder loslegen. Auch hier gilt: Kontaktdaten müssen registriert werden, Mitarbeiter tragen Mund-Nase-Schutz.

Bildung:

Nach den Ferien gehen ab 25. Mai wieder alle Klassenstufen in die Schule, zumeist aber nur einen Tag pro Woche. Auch Volkshochschulen, Sprachschulen, Ballettschulen, Literaturhäuser, Bürgerhäuser und ähnliches dürfen unter strengen Vorgaben öffnen.

Kitas:

Ab 18. Mai dürfen auch Kinder im Vorschulalter in die Notbetreuung.

Sport:

Alle Sportarten sind im Freien wieder zugelassen, aber nur kontaktfreie. Zweikämpfe im Fußballtraining bleiben damit also ebenso untersagt wie der Wettkampfbetrieb.
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