GWHtel: Kein Glasfaser für Stadt

Die Gemeindewerke Halstenbek verlegen keine schnellen Leitungen in Schenefeld / Nötige Quote von 40 Prozent nicht erreicht

shz.de von
28. Juli 2018, 16:00 Uhr

Es ist ein viel diskutiertes Thema in Schenefeld: Die Verlegung von Glasfaserkabeln, um schnelles Internet zu bekommen. Noch Ende Februar starteten die Gemeindewerke Halstenbek einen erneuten Aufruf aufgrund gestiegener Nachfrage – doch dieser führte zu keinem besseren Ergebnis.

„Damit ist das Thema der Glasfaserverlegung in Schenefeld bei uns vorerst vom Tisch“, sagt Henning Behrend von der GWHtel, einer Tochterfirma der Gemeindewerke Halstenbek. 40 Prozent der Schenefelder Bürger hätten einen Vertrag mit der GWHtel abschließen müssen, damit die Glasfaserkabel verlegt werden – sonst lohnt sich das Projekt finanziell nicht für den Anbieter. Die Quote lag letztendlich bei nur zehn Prozent. „Hätten wir einen Wert zwischen 20 und 30 Prozent erzielt, wären wir sicherlich noch einmal in Verhandlungen gekommen, denn dann wäre bestimmt noch der eine oder andere Haushalt dazu gestoßen“, erklärt Behrend. Das sei oft der Fall, wenn der Bagger dann vor dem Nachbarhaus anrolle.

Befragt wurden zirka 1000 Haushalte im Randgebiet zu Halstenbek. Das betroffene Ausbaugebiet hätte sich entlang des Ahorn- und des Baumschulweges erstreckt. Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) hat das Projekt intensiv unterstützt. „Mit einem Anschreiben wollten wir die Schenefelder Bürger animieren und motivieren, sich zumindest über das Angebot der GWHtel zu informieren“, sagt sie gegenüber unserer Zeitung.

Laut Behrend habe auch die Uneinigkeit in der Schenefelder Politik zu dem Abstimmungsergebnis in der Bevölkerung beigetragen. „Es herrschten doch an vielen Stellen sehr viele verschiedene Meinungen. Einmal hieß es, die Schenefelder seien zufrieden mit der bestehenden Versorgung für das Internet, das nächste Mal war das Bild dann ein ganz anderes.“

Grundsätzlich seien die Gemeindewerke immer noch bereit, den Ausbau in Schenefeld vorzunehmen. „Sollte das Interesse doch noch einmal bestehen, stehen wir als benachbarte Anbieter natürlich zur Verfügung.“ Der Ausbau an sich würde dann etwa ein Jahr dauern. „Natürlich müsste im Voraus geplant werden, zum Beispiel wo die Verteilerkästen stehen. Sobald der Bagger mit der Arbeit anfängt, geht es aber schnell“, sagt Behrend.

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