Gutes Jahr für die Jäger der Nacht

khl-steinkaeuze

shz.de von
20. Januar 2015, 13:23 Uhr

Den gefährdeten Schleiereulen und Steinkäuzen (Foto) in Schleswig-Holstein geht es nach schwierigen Jahren offenbar wieder besser: Auch wenn 2014 nur noch 105 Steinkauz-Paare gebrütet haben (2013: 116), zogen sie erfolgreich 311 Jungvögel groß – 60 mehr als im Vorjahr. Dirk-Peter Meckel, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands Eulenschutz, nennt als Grund für die Verbesserung bei den kleinen Käuzen die deutlich besseren Wetterbedingungen als in den Jahren zuvor. Früher gehörte der Kauz wie selbstverständlich zum Alltag der Landwirte. Heute findet er vor allem in der Geest (99 Bruten) eine Heimat. Lediglich sechs Bruten zählten die Gebietsbetreuer in der Marsch.

Erfreuliches gibt es auch von den Sorgenkindern der Eulenschützer zu vermelden: Nach jahrelangem Rückgang der Brutpaare geht es den Schleiereulen im Norden wieder besser. 202 Jungeulen wurden 2013 in Schleswig-Holstein erfasst, 2014 waren es mit 449  mehr als doppelt so viele. Als Hauptgrund für den deutlichen Anstieg nennt Meckel ein hohes Wühlmausaufkommen – sie sind die Lieblingsspeise der taubengroßen Vögel. Trotz des Positiv-Trends gab es landesweit starke Unterschiede bei den Bruterfolgen.

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