Grünes Licht für Spielplatzentwurf

 Planung des Spielplatzes am Forellenring.
1 von 2
Planung des Spielplatzes am Forellenring.

Wassermulde und vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten am Forellenring geplant

shz.de von
21. Juli 2018, 16:05 Uhr

Am Forellenring im Wohngebiet „Tornesch am See“ soll auf einer Fläche von 800 Quadratmetern ein öffentlicher Kinderspielplatz entstehen. Verwaltungsmitarbeiter Hans Krohn (Foto), im Bau- und Planungsamt für Projektkoordination in den Baugebieten zuständig, stellte in der Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses die von Landschaftsarchitektin Gudrun Lang erarbeitete Entwurfsplanung vor. Die Planung wurde von den Politikern einstimmig angenommen.

Bereits am 7. Juni hatten etwa 30 Eltern und 20 Kinder, die im Forellenring, Kuhlenweg, Zanderbogen, Seerosenring, Aalkamp, Kleiner Moorweg, Nixenring und der Straße Am Seepferdchen wohnen, die Entwurfsplanung gesehen. Sie sei, wie Krohn den Politikern mitteilte, auf Akzeptanz gestoßen und mit Anregungen ergänzt worden. Die Verwaltung hatte im Rahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung zur Schaffung des Spielplatzes am Forellenring 70 Haushalte mit 125 Kindern im Alter bis zu zehn Jahren aus dem Einzugsbereich angeschrieben und zu einer Veranstaltung in den Sportpark Torneum mit der Hamburger Planerin eingeladen. Landschaftsarchitektin Lang stellte den Entwurf vor, beantwortete Fragen und nahm in die Planung, die jetzt den Politikern vorgelegt wurde, den Wunsch nach einer Nestschaukel und nach Federwippen in Fisch-Form auf. Auch die Anregung eines Anwohners, das an der Nordseite des Spielplatzes vorgesehene Ein- und Ausgangstor in westlicher Richtung zu verlegen, wurde berücksichtigt.

Vorgesehen ist am Forellenring ein Themenspielplatz für Kleinkinder bis Kinder im Grundschulalter. Die Landschaftsarchitektin Lang, die bereits in Hamburg einen Regenwasserspielplatz entwickelt habe, hätte auch der Planung für den Spielplatz in Tornesch das Element Wasser im Fokus, so Krohn. Zugrunde liegt dem Entwurfsgedanken das Muster eines kiesigen Bachbetts. So erhält der Spielplatz eine etwas tiefer liegende Fläche, die aus der Mulde zur Regenwasserrückhaltung „geflutet“ wird und einen Wasserstand von etwa zehn Zentimetern erreichen kann. Wenn kein Wasser angestaut ist, bietet die Fläche durch verschiedene Niveaus und Materialien wie Kiesel, Pflaster, Kunststoff und Rasen Möglichkeiten zum Spielen und Bewegen.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu diesem Bereich wird eine Wasserpumpe mit Matschtisch aufgestellt. Der höher liegende Bereich des Spielplatzes wird von Rasenflächen, Rasenhügeln, Flächen mit Fallschutzkies und Kunststoffbelag durchzogen. Dort werden die Kletterkombination (Turm mit Rutsche, Kletterwand, Reuse, Turm mit Strickleiter und Schlaufenbrücke), Kletterkisten, ein Reck, Balancierbohlen, Slackline-Anlagen, eine Sandspielfläche sowie eine Nestschaukel, zwei Federwippen und Sitzpodeste platziert. Der Spielplatz wird eingezäunt, die Zuwegung erfolgt vom Forellenring aus als Fußweg.

Der Bauunternehmer und CDU-Politiker im Bildungsausschuss Kai Schmidt merkte an, dass er von einer Höherlegung des Spielplatzes ausgegangen sei. „Dort ist feuchtes Gebiet. Nicht, dass der Sand nach Regen nicht trocknet. Ich hätte da gerne von der Planerin etwas dazu gehört. Auch die Zuwegung darf nicht zu schmal werden, damit der Bauhof mit seinen Gerätschaften den Sandaustausch und die Unterhaltung der Flächen ungehindert vornehmen kann.“

Inklusive Planung werden die Kosten für den Spielplatz auf 240 000 Euro geschätzt. „Die Baupreise haben angezogen. Wir müssen sehen, wie letztlich die Gesamtsumme ausfällt“, so Krohn. Ob ein Baubeginn nach der Sommerpause möglich ist und damit die Inbetriebnahme des Spielplatzes noch in diesem Jahr erfolgen könnte, hängt vom Ergebnis der nun startenden Ausschreibung ab.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung für Eltern und Kinder waren die teilnehmenden Kinder aufgefordert worden, vorbereitete Schablonen mit Fischmotiven farblich zu gestalten. Daraus sollen feste Elemente gefertigt und am Zaun und den Toren angebracht werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen