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Grippemittel: In diesem Jahr klappt die Versorgung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vor genau zwölf Monaten machten sich in Schleswig-Holstein Furcht und Frust breit, weil der Pharmariese Novartis extreme Lieferschwierigkeiten beim Grippeimpfstoff hatte. In diesem Jahr ist die Welt – zumindest im Norden – wieder in Ordnung. Von den bis Februar benötigten 450 000 Impfdosen hat die Firma Sanofi Pasteur aus dem baden-württembergischen Leimen bereits 270 000 geliefert. „Alle Bestellungen der Ärzte und Apotheken werden prompt bedient“, erklärte gestern AOK-Sprecher Jens Kuschel. Die Krankenkasse war federführend für alle Ersatzkassen für Ausschreibung und Bestellung des Grippeimpfstoffes in Schleswig-Holstein zuständig.

Ironie der Geschichte: Impfstoffhersteller Novartis, der den Norden im vergangen Jahr auf dem Trockenen sitzen ließ, hat in diesem Jahr ähnliche Lieferprobleme. Betroffen ist jetzt das Bundesland Sachsen, das sich für die Bestellung bei dem Schweizer Unternehmen entschieden hatte. 2013 stehen nun Städte wie Dresden und Chemnitz ohne Impfstoff da. Ähnliche Probleme werden aus Bremen gemeldet. Auch hier heißt der Lieferant Novartis.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt eine Impfung gegen die Virusgrippe Influenza vor allem für chronisch Kranke, Personen ab dem 60. Lebensjahr und Schwangere. Der beste Zeitraum dafür ist von Oktober bis Ende November. Denn die Grippewelle trifft Deutschland meist erst Anfang Januar bis Ende März. Die Impfung ist für gesetzlich Krankenversicherte kostenlos, es reicht die Vorlage der Gesundheitskarte. Der im Norden eingesetzte Impfstoff mit dem Namen „Vaxigrip“ ist für alle Altersgruppen geeignet. Jährlich sterben bundesweit bis zu 11 000 meist Ältere, Immungeschwächte oder chronisch Kranke an der echten Grippe. Regelmäßig erkranken bis zu 20 Prozent der Erwachsenen daran.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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