Gemeinsam für eine gute Sache

Die Vertreter der Awo-Ortsvereine Tornesch, Uetersen, Heidgraben und Moorrege hatten zu ihrem Treffen die Schatztruhe des Awo-Kleeblatts mitgebracht und überreichten daraus 500 Euro an Manuela Hoeck (sitzend, links) vom Frauenhaus Elmshorn.
Die Vertreter der Awo-Ortsvereine Tornesch, Uetersen, Heidgraben und Moorrege hatten zu ihrem Treffen die Schatztruhe des Awo-Kleeblatts mitgebracht und überreichten daraus 500 Euro an Manuela Hoeck (sitzend, links) vom Frauenhaus Elmshorn.

Einnahmen in Höhe von 500 Euro aus Cafeteria und anderen Ständen des Awo-Kleeblattfestes gehen an Frauenhaus Elmshorn

shz.de von
31. Juli 2018, 16:09 Uhr

Über mehrere Hundert Besucher freuten sich die Aktiven der Awo-Ortsvereine Tornesch, Uetersen, Heidgraben und Moorrege, die als Awo-Kleeblatt Anfang Juni zum 16. Mal zu einer gemeinsamen Veranstaltung für einen guten Zweck eingeladen hatten. Nun übergab das Awo-Kleeblatt 500 Euro, die durch den Verkauf von Kuchen, Getränken, Waffeln, Eis und Würstschen eingenommen wurden, an das Frauenhaus Elmshorn.

Zur Spendenübergabe war Sozialpädagogin Manuela Hoeck nach Heidgraben gekommen. Die 31-Jährige gehört zum Mitarbeiterteam des Elmshorner Frauenhauses. Sie beantwortete den Vertreterinnen des Awo-Kleeblatts zahlreiche Fragen rund um die Betreuung von Frauen, die in der Einrichtung Schutz und Hilfe erhalten und berichtete, dass 28 Plätze zur Verfügung stehen. „Meistens sind 26 Plätze belegt, dann haben wir noch zwei Plätze für Notfälle. Die Zimmer sind nur etwa zwölf Quadratmeter groß mit vier Betten“, skizzierte Hoeck ein Bild der Einrichtung, in der mit ihr fünf weitere sozialpädagogische Kräfte und hauswirtschaftliche Mitarbeiter sich um Frauen in Not und in zahlreichen Fällen auch deren Kinder kümmern.

Vorwiegend jüngere Frauen mit und ohne Migrationshintergrund sind derzeit in Obhut der Einrichtung. Hoeck berichtete von der Zusammenarbeit mit dem Frauentreff Elmshorn auf dem Gebiet der psychologischen Beratung und Stabilisierung der Frauen und davon, dass ursprünglich die Verweildauer der Schutzsuchenden für höchstens drei Monate angedacht war. Da sich die Suche nach einer für die Frauen bezahlbaren Wohnung jedoch oft schwierig gestalte und bürokratische Hemmnisse bei Frauen mit Residenzpflicht in einem anderen Bundesland zu überwinden seien, zöge sich die Verweildauer in Einzelfällen jedoch bis zu eineinhalb Jahren hin.

In Schleswig-Holstein wurde die Förderung der Frauenhäuser 1997 in das Finanzausgleichsgesetz integriert. Doch die Frauenhäuser schlagen immer wieder Alarm, dass die Plätze nicht reichen. Die Landtagsfraktionen haben sich im Juli für ein Sofortprogramm der Frauenhäuser ausgesprochen. Das Finanzpaket beinhaltet jedoch lediglich investive Maßnahmen wie Bauvorhaben.

Wofür die 500-Euro-Spende des Awo-Kleeblatts eingesetzt wird, konnte Hoeck noch nicht sagen. Eventuell für die Renovierung des Kinderspielzimmers oder die Notfallerstausstattung mit Hygieneartikeln bei Neuaufnahmen oder für den Kauf von kleinen Kindergeburtstagsgeschenken. „Das sind Dinge, die wir nur über Spenden realisieren können“, machte die Frauenhausmitarbeiterin deutlich.

Das Awo-Kleeblatt hat zum ersten Mal das Frauenhaus Elmshorn bedacht. Die Einnahmen aus den gemeinsamen Veranstaltungen für einen guten Zweck waren bislang unter anderem an das Frauenhaus in Wedel, die Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche „Frischlinge − die Burg“, die „Kleinen Riesen“ der ATS-Suchtberatung Tornesch-Uetersen, die Awo-Hausaufgabenbetreuung im Hus Sünnschien Uetersen und andere Projekte für Kinder und Familien in der Region geflossen.

„Wir wissen, dass Sie im Frauenhaus Elmshorn wichtige Arbeit leisten“, betonte Marion Sörensen, Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Heidgraben. Das diesjährige Awo-Kleeblattfest, das reihum in den Orten der Kleeblatt-Mitglieder ausgetragen wird, fand auf dem Gelände des Heidgrabener Markttreffs und in den Awo-Treffräumen statt. Organisiert wurde das Fest von den vier Awo-Ortsvereinen gemeinsam, der Landesverband unterstützte die Veranstaltung mit einem Schminkstand und einem Bungeetrampolin. Mehr als 20 Helferinnen des Awo-Kleeblatts trugen am Veranstaltungstag durch ihren Einsatz an den Ständen und bei den Vor- und Nachbreitungen zu einem bunten Nachmittag für die ganze Familie bei.

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