zur Navigation springen
Meldungen

12. Dezember 2017 | 19:37 Uhr

Gemeinsam durch die Krebs-Therapie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 00:31 Uhr

So wie jedes Jahr sammeln Radio Schleswig-Holstein (RSH) und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) zusammen mit der Aktion „Carsten Köthe hilft helfen“ Spenden für einen guten Zweck. Dieses Jahr soll der Erlös das Projekt „Angehörigenwohnung“ der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft unterstützen. Nach dem Beispiel der Wohnung in Kiel soll nun auch eine Angehörigenwohnung in Lübeck entstehen und somit Familie und Freunden ein warmes Zuhause und die Nähe ihrer Liebsten ermöglichen, so wie im Fall der Familie Böttger: Im März dieses Jahres war Michael Böttger wegen seines Asthmas zur Kur auf der Insel Norderney. Dort wurde ein schlechtes Blutbild festgestellt. Die darauf folgende Untersuchung beim Urologen ließ nur zwei Vermutungen zu: Entweder eine hochgradige Entzündung oder ein bösartiger Tumor. „Ich ging davon aus, das ist echt nur eine Entzündung – und leider kam es doch ganz anders“, erzählt er. Und so wurde Michael Böttger Anfang Mai in der Uni-Klinik in Kiel wegen Prostatakrebs operiert.

Nach der Operation ging es ihm sehr schlecht. Da er sich kaum bewegen konnte, war er komplett auf Hilfe angewiesen. Die Angehörigenwohnung in Kiel gab seiner Frau Kirsten die Möglichkeit, immer für ihn da zu sein. „ Meine Frau war jeden Tag zwölf Stunden bei mir am Bett“, erzählt der 49-Jährige. „Das ist nicht selbstverständlich.“ Das Ehepaar lebt in Brunsbüttel – die Strecke zum Krankenhaus beträgt etwa 110 Kilometer. Kirsten nahm sich unbezahlten Urlaub und kümmerte sich von morgens bis abends um ihren Mann. Sie hat ihn gewaschen, gefüttert und stand ihm bei seinen ersten Gehversuchen zur Seite. Ein Hotelaufenthalt für diese Zeit wäre für die Familie nicht bezahlbar gewesen. Aber die Angehörigenwohnung und ihre Mitbewohner waren auch für Kirsten eine Stütze. „Es ist ja schon sehr schwer, wenn man den eigenen Mann so schwach und hilflos sieht“, erinnert sie sich, „man konnte sich gegenseitig trösten.“

Michael hat sich in den letzten Monaten gut erholen können. Er hat keine Beschwerden mehr und geht regelmäßig zu den Kontrolluntersuchungen. Er kann sogar wieder Sport machen. Doch eines hat er aus dieser schwierigen Zeit mitgenommen: „Ich weiß doch mehr zu schätzen, was das eigentlich bedeutet…Gesundheit.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen