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Geltinger Birk: Habeck flutet Naturschutzgebiet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Umweltminister Robert Habeck, privat ein Vielfach-Wanderer um die Geltinger Birk im äußersten Nordosten von Angeln (Kreis Schleswig-Flensburg), hatte gestern einen besonderen „Drehtag“ zu überstehen. Unter den – zum Teil neugierigen oder gar schadenfrohen – Blicken von Kommunalpolitikern, Naturschützern und Behördenvertretern kurbelte er an einer Stange, mit der sich die Klappe des neuen Einstrombauwerks öffnen lässt. Damit wurde erstmals seit 150 Jahren der „Wasserhahn“ für ein Rohr zur Ostsee aufgedreht und der Startschuss für die Wiedervernässung der Birk gegeben. „Wir haben damit das gegenwärtig größte Naturschutzprojekt Schleswig-Holsteins auf die Zielgrade gebracht“, erläuterte Direktor Wolfgang Vogel vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Habeck konnte allerdings kein heftig einströmendes Salzwasser in die hier zwei Meter unter Normalnull liegenden Niederungen präsentieren. Denn die Windverhältnisse hatten für einen zu niedrigen Pegelstand gesorgt. Im Laufe der Zeit sollen rund eine Million Kubikmeter Ostseewasser in eine Zone von 200 Hektar strömen und wertvolle neue, von Meersalz mitgeprägte Biotope schaffen. 2,2 Millionen Euro wurden in dem Naturschutzgebiet aufgewendet, hauptsächlich Landes- und EU-Mittel. Hinzu kommen einige Millionen Euro, die für den Grunderwerb erforderlich waren.

Robert Habeck (Grüne) erinnerte an die längst überwundenen Konflikte und Streitigkeiten über diese Form der Rückgabe von Land ans Wasser und bezeichnete das erzielte Einvernehmen von Landwirten und Naturschützern als ein beeindruckendes Versöhnungswerk. Es liege im Trend der Zeit, nicht alle Taten nur nach dem ökonomischen Nutzen zu betrachten. „Wir schaffen einen öffentlichen Landschaftsraum, der sowohl dem Menschen als auch der Natur zugute kommt“, sagte er.

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