Geisterfahrer in „psychischem Ausnahmezustand“

Dieser voll beladene Golf war auf der A  23 in den Gegenverkehr gerast – es gab zwei Tote.
Dieser voll beladene Golf war auf der A 23 in den Gegenverkehr gerast – es gab zwei Tote.

Andreas Olbertz. von
01. Juli 2020, 18:01 Uhr

Schenefeld | Es war ein schrecklicher Unfall am Dienstagnachmittag auf der A 23 im Kreis Steinburg: Ein Geisterfahrer in einem Golf war auf der Autobahn frontal mit einem entgegenkommenden Renault kollidiert. Beide Fahrer kamen dabei ums Leben. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Itzehoe haben die Ermittlungen aufgenommen.

Wie Polizeisprecher Hans-Werner Heise jetzt mitteilte, befand sich der 51-jährige Geisterfahrer aus Vaale nach bisherigen Ermittlungserkenntnissen zum Unfallzeitpunkt vermutlich in einem psychischen Ausnahmezustand. „Hinweise auf Alkohol oder Drogen liegen nicht vor“, so Heise.

Der Unfallverursacher war mit seinem VW Golf entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn in Richtung Itzehoe gefahren. Auf dem Standstreifen beschleunigte er seinen Wagen auf „höhere Geschwindigkeit“, um dann über den Hauptfahrstreifen auf die Überholspur zu scheren, wo es zum tödlichen Zusammenstoß mit dem Cabrio eines 56-Jährigen aus Wacken kam. Ein Sattelzug und ein Corsa wurden bei dem Manöver touchiert. Die Insassen des gestreiften Pkw wurden dabei leicht verletzt und vorsorglich ins Klinikum Itzehoe gebracht.

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