Kommentar : Gefahr im Straßenverkehr: Jung vor Alt

Jürgen Muhl ist stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung.
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Jürgen Muhl ist stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung.

Manche Nachwuchsfahrer halten nach der Führerscheinprüfung jede halbwegs asphaltierte Straße für eine Autobahn, kommentiert Jürgen Muhl.

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04. April 2014, 13:33 Uhr

Ältere Autofahrer verursachen die meisten Unfälle. Das wird nur allzu gern von interessierter Seite inszeniert, entspricht aber nicht der Wahrheit. Ganz oben, an der Spitze der Unfallstatistik, drücken junge Raser aufs Tempo. Es handelt sich um jene Nachwuchsfahrer, die in den ersten Jahren nach der Führerscheinprüfung jede halbwegs asphaltierte Straße für eine Autobahn halten. Und die Kontrolle über sich und ihr Gefährt verlieren. Worüber aber kaum diskutiert wird.

Stattdessen soll die zumeist vorsichtig fahrende Seniorengesellschaft auf Bus oder Bahn umsteigen. Rauf auf den Abschiebe-Bahnhof. Wer bedächtig bei Grün und nicht bei Rot anfährt, begibt sich in allerhöchste Gefahr, als Unsicherheitsfaktor denunziert zu werden. Routine am Steuer fährt heutzutage hinterher.

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