Fun-Sportart für Hund und Halter

Ulrike Puzicha und ihr Rottweiler Lennox erreichten in der Klasse 1 mit 100 Punkten die bestmögliche Wertung.  Fotos: Michaela Eschke
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Ulrike Puzicha und ihr Rottweiler Lennox erreichten in der Klasse 1 mit 100 Punkten die bestmögliche Wertung. Fotos: Michaela Eschke

Teilnehmer des Rally-Obedience-Wettkampfs bewältigen Überaschungsparcours

shz.de von
28. August 2018, 16:05 Uhr

Beim sechsten Rally-Obedience-Turnier auf dem Hundeplatz des Gebrauchshundvereins (GHV) Tornesch gingen 42 Teilnehmer an den Start. Bei der Disziplin handelt es sich um einen Hundesport, bei dem weniger strenge Regeln gelten und bei dem jeder mitmachen kann.

Vom weniger als 20 Zentimeter kleinen Mischling bis zum 68 Zentimeter großen Dobermann war auf dem Hundeplatz am Goldenen Stern alles vertreten. In fünf Klassen, darunter drei Schwierigkeitsgrade, Anfänger und „Senioren“ für Hunde ab acht Jahren, maßen sich die Hundebesitzer und ihre Vierbeiner. Aufgrund einer zweitägigen Konkurrenzveranstaltung in Uelzen war die Teilnehmerzahl in Tornesch zwar um ein Drittel geringer als gewohnt, dem Spaß beim Turnier tat das jedoch ebenso wenig Abbruch wie das Regenwetter.

„Das macht unheimlich viel Spaß, auch den Hunden“, findet Ingelore Neumeister, die mit Jack Russell „Willi“ antrat. Besonders mag sie die Vielseitigkeit, denn die Parcours werden jedes Mal neu gelegt. Auf Karten im Rasen stehen die Aufgaben. „Keiner weiß, was kommt“, so die 71-Jährige, die seit 1976 im Hundesport aktiv ist. Anhalten, Drehung um 270 Grad, „Platz“ machen, auf der Wiese ausgelegtes Futter ignorieren, das sind nur einige der Aufgaben, die die Hunde bewältigen mussten.

Detlef Tober aus Quickborn gefällt an Rally Obedience, dass es ein ruhiger Sport ist. Collie Maja muss ihre Hinterläufe schonen und darf nicht springen, daher gaben die beiden das Geschicklichkeitstraining „Agility“ vor zwei Jahren auf. „Die Verbindung zwischen Mensch und Tier wird gestärkt, denn der Hund ist gefordert, die ganze Zeit bei einem zu bleiben“, sagt Tober.

„Im Gegensatz zu anderen Sportarten, bei denen man bei Turnieren lediglich Kommandos erteilen darf, kann man bei dieser Fun-Sportart die ganze Zeit mit dem Hund reden, ihn locken, klatschen oder klopfen und ihn loben“, erklärt Claudia Fischer, Trainerin der Rally-Obedience-Gruppe des GHV Tornesch, „an festen Stationen darf ihn sogar füttern oder streicheln.“

Der Parcours, der am Morgen des Turniers ausgehängt wurde, damit die Teilnehmer sich vorbereiten konnten, musste in vier Minuten bewältigt werden. Über die Punktevergabe wachte Richterin Elke Gehrmann aus Bad Schwartau. Bei den Siegerehrungen erhielten jeweils die besten drei pro Klasse einen Pokal, alle anderen wurden mit Schleifen belohnt. Versorgt wurden die Turnierteilnehmer aus Tornesch und ihre Gäste aus dem Umland vom Verein mit Frühstück und Grillgut.

Bei Rally-Obedience-Turnieren kann jeder Hundebesitzer mitmachen, denn es dürfen auch Privatpersonen ohne Vereinsmitgliedschaft starten. Die Trainingsgruppe von Fischer nimmt jedoch derzeit keine neuen Mitglieder auf. „Rally Obedience wird immer beliebter“, so die Trainerin. Und mit 28 Hunden mit ihren 28 Herrchen oder Frauchen ist die Gruppe voll besetzt.

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