Für Tankstellen – Land kauft Notstromaggregate

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26. Juli 2018, 18:41 Uhr

Jedes Jahr ist jeder Haushalt in Deutschland 12,8 Minuten von Strom - durchschnittlich. Allerdings war am 16. Mai dieses Jahres in Lübeck das öffentliche Leben für fast vier Stunden lahmgelegt, als nach einem Kurzschluss im Umspannwerk der Strom ausfiel. Betroffen waren 146 000 Haushalte und 350 Großkunden. Durch den Blackout entstanden vor allem Einzelhändlern und Unternehmen teilweise erhebliche Schäden. In Industrieunternehmen stand die Produktion still, Einzelhandel und Gastronomie beklagten Einnahmeausfälle.

In Flensburg waren in der Nacht vom 18. zum 19. Juni 2018 die Stadtteile Tarup, Engelby und Mürwik ebenfalls zum Teil stundenlang ohne Strom. Gerade als gegen 23.15 Uhr die Dunkelheit einsetzte, wurde es plötzlich auch in den Häusern und auf den Straßen zappenduster. Etwa 13 000 Haushalte waren betroffen.

Deshalb will die Landesregierung jetzt Schleswig-Holstein mit neuen Notstromaggregaten gegen einen langanhaltenden Blackout wappnen. „Im Fall eines Stromausfalls ist es von zentraler Bedeutung, dass entscheidende Kräfte und Gebäude weiter arbeiten können, beziehungsweise weiter mit Strom versorgt werden“, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) gestern.

Im Haushaltsentwurf für 2019 hat die Regierung deshalb mehr als eine Million Euro für den Kauf von Notstromaggregaten bereitgestellt. Mit den Geräten sollen je Kreis mindestens zwei Tankstellen ausgestattet werden, um bei einem Stromausfall wichtige Bereiche weiter mit Kraftstoff versorgen zu können. „Das betrifft das Notfall- und Rettungswesen, das betrifft Informationstechnik und auch die Wasserversorgung der Menschen. Dafür ist es wichtig, dass wir im Land ein funktionstüchtiges und umfassendes Netz an notstromfähigen Tankstellen sicherstellen“, sagte Grote.

Die entsprechenden Tankstellen sollen nun die Unteren Katastrophenschutzbehörden (UKB) der Kreise und kreisfreien Städte festlegen. Diese würden in einem ersten Schritt für insgesamt 150 000 Euro mit entsprechenden Einspeiseanschlüssen für die Notstromaggregate ausgerüstet werden.


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