Fotografie trifft auf Malerei

Das Spiel mit Licht und Schatten, Schärfe und Verschwommenem steht im Fokus der Arbeiten der 25-jährigen Künstlerin Adina Rott. Gerd Uhlig beeindruckt Adinas Begabung, Momente zufällig aussehen zu lassen.  Fotos: Geeske Lütjens
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Das Spiel mit Licht und Schatten, Schärfe und Verschwommenem steht im Fokus der Arbeiten der 25-jährigen Künstlerin Adina Rott. Gerd Uhlig beeindruckt Adinas Begabung, Momente zufällig aussehen zu lassen. Fotos: Geeske Lütjens

Neue Ausstellung in der Galerie im „Stadtzentrum“ Schenefeld / Junge Fotografin Adina Rott zeigt Porträts

shz.de von
17. Juli 2018, 16:00 Uhr

Adina Rott hat eine fröhliche Ausstrahlung und ein einnehmendes Lächeln. Perfekte Voraussetzungen für eine Karriere vor der Kamera. Doch tatsächlich findet man die 25-Jährige ausschließlich hinter der Kamera, wenn sie zum Beispiel Models für Modelabels fotografiert. Die Passion der gebürtigen Rellingerin ist die Fotografie. Im August stellt sie mit sechs anderen Künstlern einige ihrer Werke in der Galerie Gerd Uhlig im „Stadtzentrum“ Schenefeld aus.

Rott stammt aus einer künstlerisch geprägten Familie. Ihre Mutter widmete sich der Fotografie, ihre Schwester macht Filme. Die 25-Jährige Adina bekam ihre erste Kamera mit 15 Jahren geschenkt – eine Canon. Mittlerweile wurde das Modell ausgetauscht und Rott widmet sich dem Knipsen in größerem Umfang. Sie unternahm Fotoreisen gemeinsam mit ihrer Schwester nach Mailand und in die USA. „So richtig mit dem Fotografieren angefangen habe ich in der Zeit der Oberstufe. Mit meinem Tutor habe ich dann meine erste Fotoserie in Schwarz Weiß angefertigt und das erste Mal mit längerer Belichtungszeit gearbeitet“, sagt Rott. Diese Technik wendet sie auch heute noch oft an. Die Liebe für das bildliche Darstellen blieb – und so entschloss sie sich, Kunst und Englisch auf Lehramt zu studieren. Nach den Sommerferien tritt sie ihr Referendariat an der Gebrüder-Humboldt-Schule in Wedel an.

In der Galerie von Gerd Uhlig im „Stadtzentrum“ Schenefeld stellt Rott zum bereits fünften Mal einige ihrer Werke aus. Dieses Mal steht alles unter dem Motto „Schwarz und Weiß“. Die 25-jährige Fotografin zeigt dort ausschließlich Porträtbilder. „Wie genau diese aussehen werden, das weiß ich nicht. Das Shooting wird erst noch stattfinden“, sagt Rott. Die Orte, an denen die Rellingerin ihre Kamera auspackt, sind ausgesucht. „Es müssen besondere Orte sein, der Funke muss schon überspringen“, erklärt sie.

In der Galerie werden nicht ausschließlich Werke von Adina Rott zu sehen sein. Die Gemälde von Petra Jacobsen, die farbenfroh und großformatig die Wände der Galerie schon einige Wochen schmücken, werden hängen bleiben. Dazu gesellen sich Fotografien und Bilder von zum Beispiel Jan Leßmann und Gerd Uhlig. „Die Idee für diese Ausstellung entstand von selbst. Dafür gab es keine große Planung. Dass Adina dann unbedingt mit dabei sein muss, war mir sofort klar“, erklärt Uhlig. „Sie hat eine besondere Begabung, Momente zufällig aussehen zu lassen. Ihr szenarisches Darstellungsvermögen mit der Kamera ist beeindruckend.“ Durch die längere Belichtungszeit, die Rott verwendet, verschwimmen Elemente des Bildes. Der Rest bleibt gestochen scharf. „Ich möchte den Betrachtern meiner Bilder den Raum für Interpretation lassen. Ich möchte keine Richtung vorgeben“, erklärt Rott die Intention ihrer Fotografie.

Die Eröffnung der Schwarz-Weiß-Ausstellung soll Mitte August stattfinden. „Wahrscheinlich zum Ferienende“, sagt Uhlig. Es komme auch ein wenig darauf an, wie gut die Shootings für die Motive vorankommen.

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