Oberliga Fussball : Finn Kalisch trifft zur rechten Zeit

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Später Jubel: Finn Kalisch (l.) erzielte gegen Lägerdorf kurz vor Schluss sein 15. Saisontor und bejubelte mit seinen Mannschaftskollegen drei wichtige Punkte.
Später Jubel: Finn Kalisch (l.) erzielte gegen Lägerdorf kurz vor Schluss sein 15. Saisontor und bejubelte mit seinen Mannschaftskollegen drei wichtige Punkte.

Fußball-Oberliga: SV Frisia 03 Risum-Lindholm gewinnt dank des späten Treffers zum ersten Mal gegen den TSV Lägerdorf.

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03. Dezember 2018, 10:00 Uhr

Risum | Wie man am Ende gewinnt, danach fragt übermorgen keiner. Das dachte sich Olaf Petersen, Sportlicher Leiter des Fußball-Oberligisten SV Frisia 03 Risum-Lindholm, nach dem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen Tabellenschlusslicht TSV Lägerdorf. Zum Abschluss des Pflichtspieljahres 2018 gelang den Nordfriesen der erste Erfolg der Vereinsgeschichte über die Mannschaft aus dem Kreis Steinburg. Lägerdorf stellte sich dabei als ebenbürtiger Gegner dar. „Allerdings war kein sonderlich hohes spielerisches Niveau zu erkennen“, gestand Petersen. Der Verantwortliche machte dafür auch den starken Wind und die kalten Temperaturen verantwortlich, die auf dem Kunstrasen im Risumer Helmut-Hennig-Stadion kein attraktives Fußballspiel zuließen.

Der Beginn fiel auf beiden Seiten verhalten aus. Die Teams neutralisierten sich weitestgehend, wodurch in den ersten zehn Minuten der Partei keine nennenswerten Torchancen zustande kamen. Erst Frisias Torjäger Finn Kalisch (13.) ließ nach einer Kombination über die linke Seite mit seinem Abschluss aus halblinker Position aufhorchen. Auf der Gegenseite machte es ihm sein Stürmerkollege Bastian Peters (15.) gleich und verfehlte mit einem abgefälschten Schuss das Frisia-Tor nur knapp. Nach Freistoßflanke von Bende Bartlefsen zielte Marvin Bruhn (25.) für Frisia per Kopf ebenso zu ungenau wie Yannick Kuhr (42.) für Lägerdorf per direkten Freistoßversuch. Kuhrs Schuss streifte dabei das Aluminium.

Kurz nach Wiederanpfiff gab es zunächst einen herben Dämpfer für die Gastgeber. Nach einem Fehlpass im Zentrum war Lägerdorfs Torge Kunter auf dem Weg zum Tor, als ihn Leif Johannsen im Laufduell nicht regelkonform zu Boden brachte. Die Folge: Rote Karte für Frisias Kapitän wegen Notbremse (49.). „Es war ein Foul, aber aus unserer Sicht war Leif nicht der letzte Mann“, meinte Petersen.

In Unterzahl zeigten sich die Hausherren aber alles andere als geschockt. Lägerdorf sah sich nach der Roten Karte gezwungen, das Spiel zu machen. Dadurch eröffneten sich Räume für die kämpferisch gut eingestellten Nordfriesen. Ein Bruhn-Schuss (68.) ging knapp vorbei. Die Volleyabnahme vom eingewechselten Momme Sönnichsen (73.) und der Versuch von Kalisch (83.) landeten nicht im Netz. So kam es, wie es kommen musste. Die meisten Spieler, Trainer und Zuschauer hatten sich bereits mit dem 0:0 abgefunden, als Frisia doch noch das goldene Tor gelang. Aus dem Gewühl heraus war es Torjäger Kalisch (86.), der für großen Jubel auf Seiten der Nordfriesen sorgte.

„Das war ein hart erkämpfter Sieg“, sagte Petersen erleichtert. „Das Wichtigste ist, dass wir zum Abschluss drei Punkte geholt haben. Das freut uns natürlich sehr.“ Damit geht Frisia als Tabellenachter in die dreimonatige Winterpause.

„Das Spiel gegen Lägerdorf hat unsere bisherige Saison bestätigt. Es war erneut eine spezielle Partie. Aber: Großes Kompliment an die Mannschaft, die nach dem Platzverweis alles in die Waagschale geworfen hat und sich den Sieg erkämpft hat“, fiel das Fazit von Petersen aus. Der Sportliche Leiter sprach seiner Abwehr noch ein besonderes Lob aus, die es im Verbund geschafft hat, Lägerdorfs Torjäger Peters beinahe komplett aus dem Spiel zu nehmen. „Das ist uns in der Vergangenheit nicht oft bis gar nicht gelungen“, sagte Petersen. „Es ist ein gutes Gefühl, mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen.“

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