Feuer und Flamme für junge Politik

Mit Leidenschaft  beim Europäischen Jugendparlament dabei: Der 16-jährige Andrii aus der Ukraine und weitere Teilnehmer. Fotos: rie
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Mit Leidenschaft beim Europäischen Jugendparlament dabei: Der 16-jährige Andrii aus der Ukraine und weitere Teilnehmer. Fotos: rie

Europäisches Jugendparlament: 130 Teilnehmer in Kiel

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31. Mai 2019, 09:39 Uhr

Kiel | Sie diskutieren über globale Probleme wie Umweltverschmutzung oder Menschenhandel. Auf Englisch. Auch wenn sie aus unterschiedlichen Ländern stammen und unterschiedliche politische Einstellungen haben, sollen bis kommenden Dienstag in neun Ausschüssen, die denjenigen des Europäischen Parlamentes nachempfunden sind, Resolutionen erarbeitet werden: Rund 150 Jugendliche aus der ganzen Republik sowie Gäste aus sechs europäischen Ländern zwischen 15 und 19 Jahren nehmen an der Nationalen Sitzung des Europäischen Jugendparlaments Deutschland in Kiel teil.

Gestern kamen sie zum Auftakt im Plenarsaal des Landtags zusammen. Leitendes Thema seien die Grund- und Menschenrechte, sagte Sprecher Tim Kniepkamp, Jurastudent aus Bielefeld. Alle Teilnehmer betonen, wie wichtig politisches Engagement für die Zukunft sei, wie der 16-jährige Andrii aus der Ukraine. Darüber hinaus habe er seine Team-Fähigkeiten verbessert und Führungsqualifikationen erworben: „Früher war ich wohl deutlich zu selbstbewusst, fast arrogant.“ Für viele ist das Jugendparlament ein großer „Melting pot“, ein Horizont erweiternder Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen.

Neben der Arbeit in den Ausschüssen geht es auch um Wettbewerb. So wird eine Jury je acht deutsche Vertreter für die Internationalen Sitzungen in Valencia (Spanien) im Sommer und in Hamburg im Herbst bestimmen. Das Europäische Jugendparlament ist in 41 Ländern vertreten. Der Verein wird ehrenamtlich von Schülern und Studierenden getragen, finanziell von der Europäischen Kommission unterstützt. Die Nationale Sitzung in Kiel hat etwa die Lehramts-Studentin Lena Kreft (21) aus der Gemeinde Kosel organisiert.

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