Kinder-Triathlon : Festtag für die Talente

Kräftig in die Pedale treten die Talente auf dem drei Kilometer langen Radkurs. Vorneweg fährt Tamme Petersen vom TSV Drelsdorf/Ahrenshöft/Bohmstedt.
Kräftig in die Pedale treten die Talente auf dem drei Kilometer langen Radkurs. Vorneweg fährt Tamme Petersen vom TSV Drelsdorf/Ahrenshöft/Bohmstedt.

Mehr als 80 junge Ausdauersportlerinnen und -sportler haben beim 2. „Grüne Energie Bordelum“-Kindertriathlon ihren Spaß.

shz.de von
12. September 2018, 08:52 Uhr

Bordelum | Die erwachsenen Triathlon-Cracks aus dem Norden haben ihre Saison zumeist schon ausklingen lassen. Für die Kinder gab es mit dem 2. „Grüne Energie Bordelum“-Kindertriathlon zum Abschluss des Sommers noch einen Höhepunkt, bei dem die Triathleten von morgen die alleinigen „Stars“ des Tages waren.

Mehr als 80 junge Ausdauer-Dreikämpfer ließen sich auch von regnerischem Wetter nicht die Lust auf den Triathlonspaß am Bordelumer Freibad nehmen. Die Aufregung vor dem Start erreichte auch bei den jungen Aktiven den Adrenalinpegel wie bei gestandenen Triathleten vor dem OstseeMan-Triathlon oder anderen hochkarätigen Rennen. „Ein paar Kinder waren so aufgeregt, dass sie lieber doch nicht an den Start gehen wollten“, berichtet Sabine Nahnsen, die mit den Sportfreunden Bordelum und dem Förderverein Ausdauersport Nordfriesland für die Organisation verantwortlich war, von Beobachtungen, die zum Glück aber Einzelfälle blieben.

Ein kräftiger Schauer kurz vor dem Start kühlte einige überhitzte Gemüter auch noch ein wenig ab. Auf die jüngsten Starter im Alter von bis zu zehn Jahren wartete ein Dreikampf aus 50 Meter Schwimmen, drei Kilometer Radfahren und einer Ein-Kilometer-Laufstrecke. Nach dem Start demonstrierten einige Talente, dass sie nicht zum ersten Mal um die Wette schwimmen und zogen mit sauberer Kraultechnik schon ein wenig davon, während einige Debütanten mit Brustschwimmen und sogar mit Rückenschwimmen die erste Disziplin aber auch souverän hinter sich brachten.

Nach einem schnellen Wechsel ging es auf die Radstrecke, wo sich die Positionen wieder neu sortierten, ehe beim Laufen die Entscheidungen fielen. Als die schnellsten Kinder das Ziel erreichten und ihre Namen angesagt wurden, klang es für die Ohren vieler Kenner der Szene so, als seien sie bei einem Rennen der Triathlon-Landesliga zu Gast. Als schnellster Junge lief Paul Nahnsen vom SV Enge-Sande nach 15:17 Minuten ins Ziel. Während der neunjährige Nordfriese trotz der Namensgleichheit mit bekannten Triathlongrößen aus Südtondern in seiner Familie erst noch die Ausdauerlust entfachen muss, konnten seine Verfolger vor dem Start schon auf kluge Tipps ihrer Väter bauen. Finnjas Jubt (Eckernförder MTV/15:47 Minuten), Kurt Schäfer (TriAs Flensburg/16:39) und Milan Homrighausen (MTV Leck/17:00) traten in die Fußstapfen ihrer ausdauerstarken direkten Vorfahren. Bei den Mädchen gewann Laura Skupsch vom SV Enge-Sande in 17:11 Minuten vor Luise Levermann (LAV Husum/17:16) und Alva Nissen (Enge-Sande/17:32).

Die Teenager bewältigten etwas längere Strecken (150 m/6 km/2 km). Hier ließ Siegerin Vivien Niebergall vom SV Enge-Sande in 26:49 Minuten sogar alle Jungen hinter sich. Rieke Sönksen (Sportfreunde Bordelum/ 32:35) und Lilli Carstensen (SV Enge-Sande/33:47) folgten auf den weiteren Medaillenplätzen. Bei den männlichen Talenten hatte Marwin Langfahl nach 28:33 Minuten die Nase vorn und gewann vor Justus Jessen (SV Enge-Sande/30:48) und Simon Paysen (TSV Langenhorn/30:57).

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