Feldmühle: Gespräche mit Gekündigten

Die SPD-Politiker Thomas Hölck (von links), Ernst Dieter Rossmann und Dieter Schipler (rechts) mit Thorsten Buthmann vom Betriebsrat der Feldmuehle
Die SPD-Politiker Thomas Hölck (von links), Ernst Dieter Rossmann und Dieter Schipler (rechts) mit Thorsten Buthmann vom Betriebsrat der Feldmuehle

Betriebsrat lobt das Engagement von m.o.v.e.

shz.de von
17. Januar 2019, 16:05 Uhr

Bei der Feldmühle GmbH werden derzeit Gespräche mit den Mitarbeitern geführt, die das Unternehmen verlassen müssen, weil zukünftig nur noch an einer Papiermaschine produziert werden soll. Thorsten Buthmann (Foto), Vorsitzender des Betriebsrats bei der Feldmühle, lobt das Engagement der ausgewählten Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft m.o.v.e. aus Hamburg. Mit vier Mitarbeitern sei die Firma, die einen hervorragenden Ruf genieße, derzeit im Unternehmen präsent. Diese würden für einen Wechsel in die gegründete Transfergesellschaft werben. Betriebsbedingt gekündigte Mitarbeitern würden dann für sechs weitere Monate Kurzarbeiter- beziehungsweise Transfergeld erhalten, sagt Buthmann.

220 Mitarbeiter, so die Vorgabe der Geschäftsführung, sollten das insolvente Unternehmen aufgrund der Neuausrichtung zum 31. Januar verlassen. „Es sind jedoch inzwischen weniger“, sagte Buthmann. Es habe etwa 30 Eigenkündigungen gegeben, die die Zahl der Kollegen, die ihren Arbeitsplatz über die betriebsbedingte Kündigung verlieren würden, auf etwa 190 reduziere. Schlimm genug, doch der Betriebsratschef äußert sich zuversichtlich. Nicht nur das gute Netzwerk von m.o.v.e. lasse ihn hoffen, dass viele gekündigte Kollegen schnell wieder einen neuen Arbeitsplatz finden werden, sondern auch die nach wie vor gut laufende Konjunktur. Das betreffe insbesondere die Handwerker wie Schlosser und Elektriker.

Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung bei der Behandlung der Insolvenzthemen bezeichnete Buthmann als fair. Man habe sehr offen miteinander sprechen können. Jetzt komme es darauf an, auch bei Kunden und Lieferanten neues Vertrauen aufzubauen. Man habe derzeit nicht den besten Ruf. Vertrauen sei wichtig, wenn der geschrumpfte Standort mit dann 180 Mitarbeitern eine Chance am Markt haben soll, so Buthmann. Wie berichtet, will man sich an der Pinnaualle auf das Kerngebiet konzentrieren − auf nass- und laugenfestes Etikettenpapier sowie flexible Verpackungspapiere.

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