FDP-Politikerin: „Gut geführte Restaurants wieder öffnen“

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02. Dezember 2020, 13:22 Uhr

Berlin/Flensburg | Restaurants, die sämtliche Corona-Auflagen erfüllen und gut geführt werden, sollten wieder öffnen dürfen. Wie die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christine Aschenberg-Dugnus (Foto), in einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte, würde eine solche Regelung das Corona-relevante Freizeitverhalten der Menschen unterstützen. Durch die Schließung der Restaurants komme es vermehrt zu häuslichen Treffen, bei denen „nicht immer alle Vorgaben eingehalten werden“. Dies sei im Bereich möglicher Ansteckungen gefährlicher als Besuche in Restaurants, die alle Auflagen erfüllten. Der Großteil der Betriebe sei mit hohem finanziellen Aufwand Corona-gerecht ausgestattet worden. Daher sei die pauschale Restaurant-Schließung „eine übertriebene Maßnahme“, kritisierte Aschenberg-Dugnus. Angesichts der von der Bundesregierung angekündigten Ausgleichszahlungen an die Gastronomen in Höhe des November-Umsatzes des Vorjahres, meinte die Politikerin: „Ich kennen keinen Restaurantbesitzer, der nicht lieber aufmachen würde als auf das Geld zu warten.“

Als Beispiel für zeitgemäßes Handeln führt die FDP-Politikerin ihre Heimatgemeinde Strande am Stadtrand von Kiel an. Dort sei die Maskenpflicht auf dem Spazierweg am Ostseestrand aufgehoben worden. Dort sei Platz genug, um ausreichend Abstand zu halten, fügte die Bundestagsabgeordnete hinzu.

Um Veranstaltungen im Bereich von Kunst und Kultur für eine geringe Besucherzahl wieder zu öffnen, empfiehlt Aschenberg-Dugnus den Einsatz von Schnelltests. „Dann können alle sicher sein, dass Infizierungen nicht möglich sind.“

Eine großflächige Entspannung erwartet die Gesundheitspolitikerin erst dann, wenn auch die Hausärzte Impfungen vornehmen können. „Damit erreichen wir mehr Menschen als es mit den Impfzentren möglich sein wird“, sagte Aschenberg-Dugnus.

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