Falsche Ernährung: Deutsche zu dick

Margret Kiosz von
14. Juni 2018, 20:43 Uhr

Viele Deutsche sind zu dick. Einer der Hauptgründe ist eine ungesunde Ernährung. Wie man vor allem Kinder von Dickmacher besser schützen kann, darüber diskutieren die Verbraucherschutzminister in Saarbrücken. Nahezu zeitgleich hat der Lebensmittelverbund Edeka gestern seinen Kampf gegen Übergewicht durch Zahlen und Fakten untermauert. Bei mehr als 150 Produkten aus den Bereichen Getränke, Grundnahrung, Konserven, Molkereiprodukte und Tiefkühlprodukte sei der Zucker- und Salzgehalt bereits deutlich reduziert worden, ebenso wurde der Gehalt und die Zusammensetzung der Fette optimiert. Einzelne Produkte, etwa Müsli, enthielten heute bis zu 35 Prozent weniger Zucker, erklärte Vorstandschef Markus Mosa in Hamburg. Künftig will Edeka Süßwaren, alkoholfreie Erfrischungsgetränke oder Gebäck in den Fokus nehmen. Angestrebt wird eine Zucker- und Salzreduktion von bis zu 25 Prozent in den nächsten drei Jahren. „Wir wollen die Verbraucher unterstützen, ein gesundes und aktives Leben zu führen. Daher ist es nur konsequent, dass wir die Rezepturen unserer Eigenmarken permanent verbessern.“

Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte die Verbraucherminister auf, härter gegen die Lebensmittelwirtschaft vorzugehen. Dazu gehörten neben einer Lebensmittel-Ampel auch eine Herstellerabgabe für zuckergesüßte Getränke und Werbeeinschränkungen für ungesunde Lebensmittel. Allerdings hat sich im Vorfeld Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) sowohl gegen eine Zuckersteuer als auch gegen eine Lebensmittelampel ausgesprochen.

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