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21. August 2017 | 01:05 Uhr

Ende einer Fehde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Streit um die Lehrerausbildung hat die Einsicht gesiegt. Die Kieler und die Flensburger Universität haben im letzten Moment erkannt, dass es bei dieser „mittelalterlichen Fehde“ nur Verlierer geben kann. Und die Landesregierung kam runter von ihrer Maximalforderung, bei der künftigen Ausbildung von Lehrkräften für die Sekundarstufe II (Klasse 5 bis Klasse 13) auch in den naturwissenschaftlichen Fächern Doppelstrukturen aufzubauen. Mit diesem Einlenken behalten beide Unis faire Entwicklungschancen. Die Flensburger Hochschule wird dabei nicht durch einen zu schmalen Fächerkanon für die Sekundarstufe II gefährdet. Seit 1946 hat sie mit großem Erfolg Grund-, Haupt- und Realschullehrer ausgebildet. Dieser Exzellenz wird Rechnung gezollt, weil in den naturwissenschaftlichen Fächern zusätzlich die Sekundarstufe I erhalten bleiben soll. Der Kompromiss rettet Ministerin Waltraud Wende den Kopf. Sie hat die Nerven aller strapaziert. Vor allem aber wird die Reputation des Hochschulstandortes Schleswig-Holstein mit dieser Lösung nicht länger ramponiert.

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