Elternbeiräte beklagen Unterrichts-Ausfall

fju_maj_0203 von
21. März 2014, 14:04 Uhr

Der Widerstand gegen die Schulpolitik der Landesregierung verschärft sich. Die Landeselternbeiräte aller Schularten machen in einem offenen Brief an Ministerpräsident Torsten Albig, Bildungsministerin Waltraud Wende und Finanzministerin Monika Heinold ihrem Ärger über die Lehrerversorgung Luft. „Unterrichtsausfall ist an unseren Schulen allgegenwärtig“, heißt es in dem Schreiben. Es sei nicht mehr möglich, „die von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Stundenkontingente zu erfüllen“.

Die Elternvertretungen der Gymnasien, Gemeinschaftsschulen, Regionalschulen, Beruflichen Schulen sowie der Grund- und Förderschulen verweisen auf Statistiken, nach denen Schleswig-Holstein die geringsten Bildungsausgaben aufwendet. Andere Bundesländer bewilligten pro Jahr und Schüler bis zu 2500 Euro mehr. Indem das Land in einem „chronisch unterversorgten System“ weitere 365 Stellen streiche, werde „eine ganze Generation von Schülern um ihre Bildungschancen gebracht“. Besonders monieren die Verfasser, dass die weiterführenden Schulen durch das neue Verfahren für die Zuteilung von Planstellen angesichts einer schlechteren Grundzuweisung benachteiligt würden. Der Stellenabbau eile dem Schülerrückgang voraus. Mittelfristig sinkende Schülerzahlen und der Schuldenbabbau sind für die Eltern ohnehin „kein hinreichendes Argument für einen weiteren Stellenabbau“. Die beschlossene Schulreform, die Inklusion und ein neues Lehrkräftebildungsgesetz könnten nur mit ausreichenden Mitteln gelingen.

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