Einmal Sperrwerk und zurück

Ewer Gloria im Hafen Uetersen: Die Crewmitglieder Michael Lost (von rechts), Claus Kindt, Petra Schmid-Rus und Ulrich Grobe freuten sich mit den Gästen auf einen schönen Törn.  Fotos: Hinz-Hass
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Ewer Gloria im Hafen Uetersen: Die Crewmitglieder Michael Lost (von rechts), Claus Kindt, Petra Schmid-Rus und Ulrich Grobe freuten sich mit den Gästen auf einen schönen Törn. Fotos: Hinz-Hass

Traditionsschiff: Ewer Gloria startete von Uetersen zu einem Pinnau-Törn / Gäste waren begeistert

shz.de von
14. August 2018, 16:29 Uhr

„Ich bin gespannt, wie die Pinnau-Landschaft von der Wasserseite aussieht“, freute sich der Uetersener Norbert Reinike am vergangenen Freitag auf seine erste Fahrt mit der Gloria. Begleitet wurde er von seiner Frau Brigitte, die − wie elf weitere Gäste aus Uetersen, Heist, Pinneberg, Ellerbek und Quickborn − ebenfalls zum ersten Mal die Planken des einstigen, liebevoll wieder hergerichteten Lastenewers betreten hatte. Das beliebte Traditionsschiff aus Elmshorn hatte für einige Tage im Uetersener Sportboothafen festgemacht, um von dort aus Törns unter Motor und Segel anzubieten. „Heute wollen wir die Pinnau entlang motoren und, falls das Sperrwerk geöffnet bleibt, in die Pagensander Nebenelbe fahren“, erläuterte Skipper Ulrich Grobe den Fahrgästen das Ziel der insgesamt zweieinhalbstündigen Tour.

Schon über eine Stunde vor dem Ablegen, das der Tide angepasst auf 13.30 Uhr terminiert war, hatten sich die vier Diensthabenden der insgesamt weit über 20 Mitglieder zählenden Gloria-Crew an Bord des stählernen Ewers eingefunden. Zusammen mit Skipper Grobe kümmerten sich Petra Schmid-Rus, Claus Kindt und Michael Lost um Schiff und Gäste. Wie vor jedem Törn hatten sie allerhand vorzubereiten. Technik und Ausrüstung checken, Schwimmwesten bereitlegen, Ablegemanöver besprechen, für die Gäste Kaffee kochen und den selbst gebackenen Kuchen schneiden, Getränke in die kühle Bilge legen, schließlich die Gäste begrüßen und an Bord einweisen.


Start bei strahlendem Sonnenschein

Um Punkt halb zwei hieß es bei strahlendem Sonnenschein „Leinen los!“. Ein aufregender Moment für die Gäste, denn niemand von ihnen hatte Bootserfahrung. Gleichmäßig tuckerte der Schiffsdiesel vor sich hin, schob das Schiff in gemütlicher Fahrradgeschwindigkeit durch die frisch ausgebaggerte Pinnau. Die Gäste genossen den traumhaften Ausblick auf die Uferlandschaft, erfuhren, wo die Sportboothäfen Uetersen, Klevendeich und Neuendeich liegen, erlebten, wie sich die Klevendeicher Drehbrücke für sie öffnete. Bis zur idyllischen Pagensander Nebenelbe gelangte die Gloria jedoch nicht. Die Tore des Pinnau-Sperrwerkes waren inzwischen aufgrund der Windverhältnisse, die einen erhöhten Wasserstand erwarten ließen, geschlossen worden.

So konnte vor der Rückfahrt nach Uetersen nur noch der Sportboothafen an der Pinnau in Augenschein genommen werden. Die Gäste waren trotzdem von der Tour begeistert und einige planten schon den nächsten Törn mit der Gloria.

Viel Auswahl gibt es allerdings nicht mehr. Die weiteren Touren, zum Beispiel ab Wedel, sind bis auf einige Einzelplätze ausgebucht. „Wer sich beeilt, kann noch Tickets für eine neu angesetzte Tour unter Motor von Elmshorn nach Glückstadt ergattern“, so der Tipp von Grobe. Sie startet am Donnerstag, 30. August, um 17 Uhr und kostet 25 Euro pro Person. Weitere Infos im Internet.

>www.ewer-gloria.de.


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