Ein Beispiel gelebter Nächstenliebe

Egon Daub lebt nicht nur seinen Glauben in der katholischen Christköniggemeinde Uetersen, er gehört zu den ehrenamtlichen Stützen des Gemeindelebens.
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Egon Daub lebt nicht nur seinen Glauben in der katholischen Christköniggemeinde Uetersen, er gehört zu den ehrenamtlichen Stützen des Gemeindelebens.

Katholischer Glaube und Einsatz für die Gemeinschaft gehören bei Egon Daub eng zusammen

shz.de von
14. April 2018, 16:38 Uhr

In seiner Christköniggemeinde gehört Egon Daub nicht nur zu den Gemeindemitgliedern, die ihren katholischen Glauben aktiv leben, sondern auch zu den Gläubigen, die sich ehrenamtlich engagieren, ihre Kompetenzen einbringen und durch aktive Mitarbeit das kirchliche Leben lebendig gestalten. Seit 1995 lebt der promovierte Papiertechnologe, der bei der Feldmühle Uetersen arbeitet, mit seiner Familie in Uetersen. Seitdem ist er auch Mitglied der Christköniggemeinde an der Sophienstraße und dort seit 14 Jahren im Vorstand.

Seit 2005 bildet die Christköniggemeinde Uetersen mit ihren Gläubigen aus Uetersen, Tornesch und Umlandgemeinden mit der Gemeinde St. Marien Wedel die gemeinsame Pfarrei Heilig Geist. Die hauptamtlichen Mitarbeiter haben ihre Heimat am Standort Wedel, die Gottesdienste in Uetersen zelebriert ein Pfarrer von dort. „Wir haben keinen eigenen Pfarrer, keine Gemeindehelfer und keinen Gemeindereferenten ständig vor Ort wie früher. Für unser kirchliches Gemeindeleben ist das Ehrenamt sehr wichtig“, erläutert Daub.

Zum Ehrenamt kam er 1995 in seiner neuen Kirchengemeinde schnell. „Das hat sich einfach so ergeben. Bei uns bilden Ehrenamtliche einen Fahrdienst und bringen ältere oder gehbehinderte Gemeindemitglieder mit dem Kirchenbus zum Gottesdienst oder anderen Angeboten des Gemeindelebens. Und da hatte ich mich gemeldet, um ein bisschen mitzuhelfen“, erinnert sich Daub.

Nur beim ehrenamtlichen Mitwirken im Fahrdienst blieb es für Daub jedoch nicht. Im Jahr 2004 wurde er in den Kirchenvorstand gewählt und gehört ihm seit drei Wahlperioden an. Als Kirchenvorstandsmitglied im Fachausschuss für Bauen und Instandhaltung der Gebäude der Christköniggemeinde sorgt er dafür, dass an Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten kein Reparaturstau entsteht. Er hat das Budget im Blick, beauftragt, wenn es notwendig wird, Handwerker, erledigt mit anderen Ehrenamtlichen aber auch kleinere Reparaturen selbst. 2014 hat er die Sanierung der Kirche mit Pfarrer Langer und anderen Vorstandsmitgliedern federführend begleitet. Und mit auf den Weg gebracht hat Daub im Jahr 2012 die Einrichtung von Krippenplätzen in der Kindertagesstätte Christkönig Uetersen.


Der Kindergarten liegt ihm am Herzen

Als Leiter des Kindergartenausschusses ist er Ansprechpartner für die Kindergartenleitung in allen Belangen, die die Pfarrei als Träger der Kindertagesstätte mit fast 90 Kindern zu leisten hat. „Unsere katholische Gemeinde wird in der Öffentlichkeit vorwiegend über den Kindergarten, in dem wir hauptamtliche, ausgebildete Erzieherinnen beschäftigen, wahrgenommen. Wir sind für alle Konfessionen offen und freuen uns über den Zuspruch, den unser Kindergarten genießt“, so Daub. Er arbeitet mit der Kindergartenleitung beim Qualitätsmanagement zusammen, überprüft die Haushaltspläne und Verträge, kümmert sich um die Ausstattung der Einrichtung sowie den Zustand des Gebäudes und des Spielplatzes. Im vergangenen Jahr hat Daub veranlasst, dass in dem Bau aus den 1980er Jahren Fenster ausgetauscht wurden. In diesem Jahr kümmert er sich um die Dachsanierung.

„Mir liegt sehr am Herzen, dass unsere Christköniggemeinde mit Gemeindehaus, Kirche und Kindergarten am Standort Uetersen bleiben. Wir sind eine Nebenkirche. Wenn die Gemeinde die Einrichtungen nicht mehr erhalten und das Gemeindeleben gestalten kann, wird der Standort geschlossen. Daher ist die ehrenamtliche Arbeit so wichtig. Wir sind ein gutes Team zahlreicher Ehrenamtlicher. Aber es ist schwer, neue Helfer, die in Aufgaben hineinwachsen und dann weiterführen würden, zu gewinnen“, stellt Daub fest.

Er setze sich gerne für seine Kirchengemeinde ein, betont der 64-Jährige. Auch nach Beendigung des Prozesses zur Bildung Pastoraler Räume mit dann sechs Gemeinden in einer Pfarrei möchte er sich für seine Christköniggemeinde im Gemeindeteam oder als Themenverantwortlicher einbringen. „Ich mache das gerne, aber gebe meine Erfahrungen auch an die nächste Generation weiter.“ Zwei bis drei Stunden ist Daub jede Woche ehrenamtlich für seine Kirchengemeinde im Einsatz. Entweder vor Ort oder beim Planen und Abstimmen von notwendigen Arbeiten und Organisieren von Handwerkern.

Auch für die Jugendgruppe der Kirchengemeinde ist er Ansprechpartner, wenn es um die Finanzierung von Ausstattungen für den Jugendraum oder um allgemeine Unterstützung geht. „Der persönliche Kontakt ist mir wichtig. Oft ergeben sich nach dem Gottesdienst Gespräche mit den Gemeindemitgliedern und Leitern unserer Gruppen und Angebote“, sagt er.

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