Ein Ausflug in die Geschichte

 Andrea Stange (links) und Renate Paelchen laden zu einer szenischen Zeitreise ein, bei der die Geschichte Uetersens vom Klosterbau bis zur Gegenwart im Mittelpunkt steht.
Andrea Stange (links) und Renate Paelchen laden zu einer szenischen Zeitreise ein, bei der die Geschichte Uetersens vom Klosterbau bis zur Gegenwart im Mittelpunkt steht.

Klösterlicher Abendspaziergang mit einer szenischen Zeitreise von 1234 bis zur Gegenwart

shz.de von
15. August 2018, 16:53 Uhr

Andrea Stange (49) und Renate Paelchen (68) verbindet das Interesse an der Kultur und Geschichte ihrer Heimatstadt Uetersen und ihre Begeisterung für den idyllischen Klosterbezirk. Zum dritten Mal haben sie mit weiteren Ehrenamtlichen einen Abendspaziergang über das Gelände mit Spielszenen zur Geschichte Uetersens und mittelalterlicher Musik vorbereitet. Sie laden dazu für Sonntag, 19. August, ein. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Vorwerk in Höhe des Burgkinos.

„Ein Ausrufer wird die Teilnehmer versammeln und ihnen den Weg zur ersten Station unserer historischen Zeitreise weisen“, erläutert Stange. Begegnen werden die Teilnehmer bei ihrem Spaziergang entlang des Burggrabens, vorbei am Teehaus über den Klosterpark, dem Priörinnenhaus, der Klosterkirche bis hin zum Syndicushaus in der Moltkestraße historischen Persönlichkeiten, die mit dem Kloster und der Geschichte der Stadt verbunden sind: Klosterprobst Benedict von Ahlefeldt, Erzbischof Giselbert von Bremen, Heinrich von Barmstede, einem Abgesandten des dänischen Königs, Nonnen, einer Priörin, Soldaten, Colombo, Anna Catharina von Sparre und auch Goethes Gustchen. In die Figuren, die an elf Stationen in kurzen Szenen die mehr als 700-jährige Ortsgeschichte lebendig werden lassen, schlüpfen bekannte Uetersener wie Hubertus Graf von Luckner, Bürgervorsteher Adolf Bergmann, Helmut Dieterich, Joachim Gorsolke, Johann Otto Plump und Elsa Plath. Auch die beiden Organisatorinnen Stange und Paelchen gestalten das Spiel mit. „In einige Szenen haben wir oder die Darsteller humorvolle Bezüge zur Gegenwart eingebaut“, verrät Paelchen.

Verfasst wurden die Szenen Anfang der 1990er Jahre von Hans-Herbert Henningsen und Elsa Plath. Vor zehn Jahren übergab Henningsen das Projekt an Stange und Paelchen. 2009 und 2013 gab es diese Zeitreisen, die 1243 mit dem Jahr der Erbauung des Klosters beginnen und in die Gegenwart führen, bereits unter ihrer Regie. Auch diesmal haben sie einige Szenen erweitert. Die letzte Szene endet mit einer Hommage an Henningsen, der im vergangenen Jahr verstarb.


Darsteller und Musiker spielen ehrenamtlich

Neben den Organisatorinnen wirken auch alle Darsteller, das auf historischen Instrumenten spielende Duo „Haselpit“ sowie Helfer für Ton und Sicherheit ehrenamtlich. Mit einem Zuschuss durch die Kulturförderung des Kreises werden die Kostümausleihe und die Tontechnik finanziert. „Wir freuen uns auf viele Interessenten, die ihr Wissen über diesen geschichtsträchtigen Ort Uetersens auffrischen und erweitern möchten“, laden Stange und Paelchen herzlich ein. Die Teilnahme an dem etwa zweistündigen szenischen Spaziergang über das Klostergelände ist kostenfrei. Sonnenschutz, Verpflegung oder tragbare Sitzgelegenheiten sollten individuell mitgebracht werden.
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