Die Welt wird langsam „trumpisiert“

shz.de von
14. September 2018, 11:36 Uhr

Aus den USA kommen beunruhigende Nachrichten: Zunehmend mehr Chefs und alle möglichen Leute, die Untergebene haben, nehmen sich D. Trump als Vorbild. Sie lügen, was das Zeug hält, sagen morgens ja und abends nein, feuern Mitarbeiter ohne oder aus nichtigem Anlass. Kurzum, sie halten gute Sitten für ein Auslaufmodell. Nicht alle, die den Trump geben, sind einfältig und prollig wie die Nr. 45 im nur noch äußerlich Weißen Haus. Sie spielen eine Rolle, glauben ernsthaft, mit rüdem Auftreten könne man bis ganz nach oben aufsteigen. Inzwischen hat der US-Sittenverfall auf andere Länder übergegriffen. Selbst aus Japan, das für seine Höflichkeit bekannt ist, werden bisher unübliche Grobheiten im persönlichen Umgang gemeldet. Befördert durch die sozialen Medien. Wie rau das Klima auch hierzulande geworden ist, zeigt sich auf der Straße ebenso wie in manchen Parlamenten bis hin zum Bundestag. Und nicht neu sind Mobbing-Meldungen aus den Schulen. Manchmal erreichen sie etwas schnell „Bild“ und Fernsehen. Eine rühmliche Ausnahme bildet, von einigen Zwischenfällen abgesehen, der Sport. Wer weiß, wie lange noch.

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