dfsdf : Die Wahl-Beteiligung – was sagt sie aus?

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26. Mai 2019, 20:55 Uhr

Über Jahrzehnte kannte die Beteiligung der Bürger an den Europawahlen nur eine Richtung: nach unten. 2014 lag sie EU-weit bei 42,6 Prozent; dass sie in Deutschland zuvor leicht auf 48,1 Prozent angestiegen war, machte es nicht besser.

Das schadete der Glaubwürdigkeit des Projekts Europa und leistete der Polemik Vorschub, die EU sei ein Elitenprojekt, so abgehoben wie bürgerfern. Mit der diesmaligen Wahlbeteiligung hat die Legitimation der EU wieder Auftrieb bekommen; in nahezu allen Ländern haben mehr Menschen ihre Stimme abgegeben als 2014. Vielen Menschen ist offenbar klar geworden, was auf dem Spiel steht, wenn die EU scheitern sollte, nämlich Freiheit, wirtschaftlicher Wohlstand und eine liberale Gesellschaft. Den Gegnern der Gemeinschaft dürfte es nunmehr schwerer fallen, die EU demokratischer Defizite zu bezichtigen. Die Wahlbeteiligung zeigt: Europas Bürger haben die EU noch nicht abgeschrieben.

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