Die Uhren gingen anders

Sieht nicht so aus:  Leschek (re.) und Haulsen waren enttäuscht über ihr Abschneiden.
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Sieht nicht so aus: Leschek (re.) und Haulsen waren enttäuscht über ihr Abschneiden.

Favoriten Michael Leschek und Holger Haulsen fahren bei der 9. Nordeuropäischen E-Mobil-Rallye nur auf Platz sieben

shz.de von
15. Juli 2018, 14:21 Uhr

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Als Top-Favoriten waren Michael Leschek und Holger Haulsen von den Motorsportfreunden Idstedt mit dem Stadtwerke Mitsubishi i-MiEV nach Lübeck gereist, mit einem für die beiden enttäuschenden siebten Platz bei der 9. Nordeuropäischen E-Mobil-Rallye kehrten sie zurück.

An den drei Tagen des Wettbewerbes standen 16 Sollzeitprüfungen mit Längen zwischen 50 m und 11 km auf dem Programm. Hinzu kamen 14 Orientierungsetappen und zwei Leistungsprüfungen (je ein Slalom und Beschleunigungsprüfung). Die Leistungsprüfungen wurden nicht zur Gesamtwertung herangezogen, sondern separat gewertet. Die Fahrtstrecke begann auf dem Lübecker Marktplatz, das Etappenziel am Freitag war der Schwedenkai in Kiel, das Ziel am Sonntag im Travemünder Brügmanngarten.

Es sollte sich schnell zeigen, dass die Wiederholung des Gesamtsieges oder ein Platz auf dem Treppchen für das MSF-Team in diesem Jahr nicht möglich war. Bei einigen Prüfungen waren Leschek/Haulsen überaus zufrieden, hier lagen die Abweichungen zum Teil unter einer Sekunde. Dann aber haderten die beiden über erhebliche Differenzen von zwei Sekunden und mehr zur vorgegebenen Sollzeit. Die selbstkritische Fehleranalyse von Copilot Holger Haulsen: „Mit dem Umgang von zwei Stoppuhren und einer neuen Uhr hatte ich einige Male Probleme. So bekamen wir einmal sogar die Maximal-Zeit (fünf Sekunden) aufgebrummt, weil wir das Ziel auf einem Firmengrundstück nicht auf Anhieb gefunden haben.“ Besser in Form zeigte sich Fahrer Michael Leschek. Auf der eng gesteckten Slalom-Leistungsprüfung im Gewerbegebiet von Neustadt/Holstein fuhr er auf Schotter mit einem deutlich unterlegenen Fahrzeug die zweitschnellste Zeit. Der MSF-Pilot bewies sein fahrerisches Können und ebenso die Wendigkeit des Mitsubishi i-MiEV. Mit 67 PS war der Mitsubishi das leistungsschwächste Fahrzeug im Feld. Alle anderen hatten mindestens 92 PS, das stärkste Fahrzeug – ein Tesla Model X – sogar 700 PS. Schneller als die MSFer war ein Team auf einem Renault ZOE mit 92 PS.


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