Die Hundstage überstehen

Viel Wasser trinken / Lockere Bekleidung / Mediterrane Kost / Mittags schwere Arbeit vermeiden

shz.de von
25. Juli 2018, 14:05 Uhr

Die Hundstage sind da. Und wie! 30 Grad und mehr sind vorhergesagt. Erst einmal bis zur kommenden Woche. Experten sagen, dass das derzeitige Wetter so gar nicht den Lehrbüchern entsprechen will. Doch es ist nun einmal Fakt. Alle müssen da jetzt durch. Was hilft gegen die Hitze? Zuhause bleiben und sich dort vergraben?

Es geht auch anders, sagt Gela von Lyncker, Apothekerin aus Uetersen. Ganz wichtig sei es, viel zu trinken. Vor allem Wasser. Aber auch Kräutertee. „Heißes ist gut gegen die Hitze“, sagt von Lyncker und empfiehlt daneben Apfelschorle.

Wer sich nicht verkriechen will, der sollte beim Rausgehen an einen geeigneten Kopfschutz denken, die Gefahr, einen Hitzschlag oder Sonnenstich zu erleiden, sei hoch. Wer gegen Sonnenbrand vorsorgen will, sollte sich schon morgens, nach dem Duschen, mit Sonnenschutz eincremen. Von Lyncker empfiehlt mindestens Lichtschutzfaktor 30, besser 50. „Wenn der Sonnenschutz in die Haut eingezogen ist, kann Tagescreme aufgetragen werden“, so die Apothekerin. Nicht umgekehrt also. Denn Sonnenschutz könne nur wirken, wenn er direkt auf die Haut aufgetragen werde, ohne die „Sperre“ einer Tagescreme.

Natürlich ist lockere, helle Kleidung wichtig, ebenso leichtes Essen, mediterran eben. Zurückgegriffen werden solle vermehrt auf Gemüse, Obst und Fisch. Fleischlicher Genuss hingegen sei bei großer Hitze zu minimieren.

Tropisch werden die Temperaturen im ganzen Norden sein − über mehrere Tage hinweg. Und mit den Tropen kennt sich Uwe Staack, Vorsitzender des Seniorenbeirats, sehr gut aus. Der ehemalige Kapitän auf Großer Fahrt ist beruflich oft in heißen, feuchten Gebieten dieser Erde unterwegs gewesen. „Ich habe damals gelernt, mich anzupassen.“ Und das wirkt auch heute noch. Staack: „Ich stehe früher auf und genieße die kühlen Stunden. Außerdem vermeide ich es, mittags draußen herumzulaufen.“ Schwerer Arbeit geht er ebenfalls aus dem Weg. „Auf See haben wir bei Hitze täglich Kujambelwasser getrunken. Kujambel, das ist kalter Tee, der für uns aufgesetzt wurde.“ Aber Staack sagt auch das: „Wir hatten früher keine Klimaanlagen, doch tropische Tage und Nächte haben wir dennoch überlebt.“ Soll heißen: Die Hitze ist zwar derzeit Thema, doch sie geht irgendwann vorbei.

Petra Jäger ist seit einigen Wochen Erste Stadträtin und damit Vertreterin von Bürgermeisterin Andrea Hansen. Wie kommt sie über den Tag? „Morgens um 6 Uhr eine Runde laufen, auf dem Rückweg Brötchen holen. Tagsüber entspannen, vielleicht in einem kühlen Museum.“ Wer Urlaub hat, dem wird’s gelingen. Aber auch nach einem harten, hitzigen Arbeitstag ist für Jäger der Erholungseffekt möglich: im Garten oder auf der Terrasse mit viel Wasser im Glas. Ihr Wasser veredelt die CDU-Ratsfrau mit Minze und Ingwer.

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