Die Belegschaft zittert weiter

Wer geht, wer bleibt? Mitte Januar soll es bei der Feldmühle Gewissheit über diese Frage geben.
Wer geht, wer bleibt? Mitte Januar soll es bei der Feldmühle Gewissheit über diese Frage geben.

Feldmühle Uetersen: In der kommenden Woche soll verkündet werden, wer bleibt und wer geht / m.o.v.e. steht als Transfergesellschaft fest

shz.de von
09. Januar 2019, 16:05 Uhr

Die Hamburger Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft m.o.v.e. soll sich um die Feldmühle-Mitarbeiter kümmern, die das Unternehmen aufgrund der Geschäftsführerentscheidung, in Zukunft nur noch eine Papiermaschine betreiben zu wollen, verlassen müssen. Das hat Andreas Suß, Bezirksleiter der IG BCE, unserer Zeitung mitgeteilt.

Derzeit ist davon auszugehen, dass 220 Mitarbeiter der Feldmühle ihren Arbeitsplatz verlieren. Diese Zahl hatte die Firmenleitung im Dezember mitgeteilt. Produziert werden soll in Uetersen zukünftig lediglich nass- und laugenfestes Etikettenpapier sowie flexible Verpackungspapiere und dafür bedarf es lediglich einer Papiermaschine.


Sozialplan wird angestrebt

Nach Informationen unserer Zeitung wird es in der kommenden Woche eine Betriebsversammlung geben, während der es auch um die Zukunft der Mitarbeiter gehen wird, die nicht mehr weiterbeschäftigt werden sollen. Diese werden das Angebot erhalten, in die Transfergesellschaft zu wechseln. Suß: „Die Firma m.o.v.e als Partner war unser Vorschlag an den Betriebsrat.“ Man sei froh, dass diesem gefolgt worden sei. Während der Betriebsversammlung müsse es zudem um einen Interessen- und Sozialplanausgleich gehen, sagte Suß, dabei sollen soziale Härten gemindert werden. Suß erinnerte in diesem Zusammenhang an die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Die derzeit im Raum stehenden 220 Beschäftigten einfach nur abzuschieben, funktioniere nicht.

Suß sagte auch, dass die IG BCE mit dem Betriebsrat in engem Kontakt stehe. Gespräche zwischen der Gewerkschaft und der Geschäftsführung gebe es hingegen weiterhin nicht. Suß: „Unser Eindruck ist, dass sie wenig Interesse hat, mit der Gewerkschaftsseite zusammenzuarbeiten.“ Der Bezirksleiter führte weiter an, dass es derzeit einen hohen Beratungsbedarf seitens der Beschäftigten gebe, IGBCE-Mitglieder hätten viele Fragen, „die wir in der Rechtsberatung beantworten.“ Den Organisierungsgrad bei den Feldmühle-Beschäftigten beziffert Suß auf rund 60 Prozent − eine hohe Quote.

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