Landeszeitung : Der plötzliche Rechtsruck

shz.de von
22. November 2018, 18:02 Uhr

Am Tag danach wurde klar, warum die Bundeskanzlerin so leidenschaftlich für den Migrationspakt gestritten hatte: Es ging um die Verteidigung ihres Vermächtnisses. Denn schon beim dritten Schaulaufen ihrer möglichen Nachfolger probte Friedrich Merz einen scharfen Rechtsruck, rüttelte am Grundrecht auf Asyl. Er übernahm damit die AfD-Position. Merz monierte, dass Deutschland das einzige Land sei, in dem das Recht auf Asyl Verfassungsrang genieße. Warum das so ist, fragte er nicht. Oder er ist auch in dem Punkt mit der AfD einer Meinung, dass die NS-Verbrechen nicht länger dazu taugten, moralische Richtlinien für die deutsche Politik zu begründen.

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