Kirche : Der Papst in Erklärungsnot

Mit Regenbogenfahnen protestieren Menschen gegen die katholische Kirche.
Mit Regenbogenfahnen protestieren Menschen gegen die katholische Kirche.

Bei seinem Besuch in Irland musste sich der Papst kritischen Fragen stellen.

shz.de von
26. August 2018, 17:36 Uhr

Die einen jubelten. Die anderen hielten wütende Protest-Schilder hoch, als der Papst an ihnen vorbeifuhr. Der Papst ist Chef der katholischen Kirche. Am Wochenende war er zu Besuch in Irland.

Er kam nach Irland, um am Weltfamilientreffen teilzunehmen. Das ist ein Treffen von katholischen Familien. Sie gehen zu Gottesdiensten, singen gemeinsam oder hören sich Vorträge an. Zehntausende Menschen waren dabei. Doch nicht alle in Irland freuten sich über den Besuch des Papstes.

Denn viele sind sehr wütend auf die Kirche. Sie finden, diese tue zu wenig, um schreckliche Ereignisse aufzuklären. Denn über eine lange Zeit misshandelten Mitglieder der Kirche viele Kinder. Das war viele Jahre ein Geheimnis. Der Papst traf sich in Irland mit einigen Opfern. Diese sind heute erwachsen. „Ich bitte den Herrn inständig um Vergebung für diese Sünden“, sagte er später. Doch nicht alle glauben, dass die Kirche wirklich aufklären will, was damals genau passierte. Viele sagen auch: Das alles geht nicht schnell genug.

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