„Der Kontakt ist nie abgerissen“

Im Mai besuchte Björn Dohrn ein Spiel der Tornescher. Spätestens im September möchte er wieder auf Torejagd gehen.
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Im Mai besuchte Björn Dohrn ein Spiel der Tornescher. Spätestens im September möchte er wieder auf Torejagd gehen.

Torjäger Björn Dohrn spricht über seine Verletzungen, das Jahr bei Altona 93, die Rückkehr zu Union Tornesch und die dortigen Ziele

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28. Juni 2018, 10:41 Uhr

Von Johannes Speckner

Mit 38 Toren avancierte Björn Dohrn vom FC Union Tornesch zum Torschützenkönig der Landesliga-Saison 2016/17. Dass der Stürmer vergangenes Jahr im Trikot von Altona 93 in der Regionalliga Nord torlos blieb, lag vor allem am Verletzungspech: Am 4. November 2017 erlitt er beim Aufwärmen vor dem Derby beim HSV II einen Meniskusriss. Nachdem Dohrn sich wieder herangekämpft hatte und am 31. März im Spiel gegen den BSV Schwarz erstmals in der Start-Elf stand, trug er erneut einen Meniskusriss davon.

Ende April stand dann fest, dass Dohrn zur neuen Saison nach Tornesch zurückkehren wird. Im Interview spricht der 23-jährige Polizeibeamte über seine Verletzungen, seine Erfahrungen bei Altona 93, die Rückkehr zum FC Union und die Ziele für die Zukunft.

Die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es Ihnen?
Björn Dohrn: Inzwischen geht es mir wieder ganz gut. Ich merke von Tag zu Tag, dass sich der Zustand des Knies verbessert, und bin guter Dinge, dass ich bald im Beruf wie auch im Sport wieder einsatzbereit bin.

Wie oft denken Sie an das Stadt-Derby im Herbst 2017 und die Verletzung zurück?
Gedanken daran kommen tatsächlich hin und wieder noch einmal hoch. Das war bitter für mich, weil ich mich endlich in die erste Formation gekämpft hatte − und dann auch noch gegen die 2. Mannschaft des HSV. Ich wollte zeigen, dass ich zu Recht in dieser Liga spiele. Und dementsprechend groß war die Enttäuschung, als ich mich dann, kurz bevor es losgehen sollte, verletzte.


Was war die Ursache für die erneute, zweite Verletzung in Ihrem linken Knie?
Dass ich mir wenige Monate später die gleiche Verletzung noch einmal zugezogen habe, lässt vermuten, dass nach dem ersten Mal etwas noch nicht richtig verheilt war. Zu früh wieder angefangen hatte ich allerdings nicht, da ich mich stets an die ärztlichen Vorgaben gehalten habe.

Wie ist die Prognose für den weiteren Heilungsverlauf und wann sehen wir Sie wieder auf dem Platz?
Die Ärzte sagen, dass sich mein Knie wieder vollkommen von den Verletzungen erholen wird. Mit viel Glück kann es im August noch etwas mit der Rückkehr auf den Rasen werden − und spätestens im September werde ich die Jungs tatkräftig unterstützen.

Wie fällt nach einem Jahr bei Altona 93 und in der Regionalliga Ihr Fazit aus?
Altona 93 ist ein geiler Verein. Das zeigen alleine schon die Fans, die bis nach Wolfsburg fahren, um ihre Lieblinge anzufeuern. Außerdem habe ich mit Jungs zusammen gespielt, die richtig etwas am Ball konnten. Da habe ich mir schon einige Dinge abgeschaut. Das Jahr war für mich ein Erlebnis.


Weshalb haben Sie sich zu einer Rückkehr nach Tornesch entschlossen?
Nachdem ich den FC Union verlassen hatte, wurde mir von den Vereinsverantwortlichen direkt und in regelmäßigen Abständen immer wieder eine offene Tür versprochen. Außerdem verstehe ich mich mit vielen Spielern sehr gut und der Kontakt ist in dem Jahr auch nie abgerissen. Nicht zu verachten ist natürlich auch der kurze Weg für mich in das schöne Torneum: Da ich aus Elmshorn komme, benötige ich nur wenige Minuten. Für dieses Team geht der Weg irgendwann auf jeden Fall in die Oberliga Hamburg, davon bin ich fest überzeugt. Wir wollen oben mitspielen.

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