Der Betreuungsbedarf steigt

Diese jungen Trommler ließen mit ihren Drumsticks wilde Rhythmen erklingen.  Fotos: eschke
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Diese jungen Trommler ließen mit ihren Drumsticks wilde Rhythmen erklingen. Fotos: eschke

Kurspräsentation des offenen Ganztags: An der Johannes-Schwennesen-Schule nutzen immer mehr Schüler die Angebote

shz.de von
11. Juli 2018, 16:05 Uhr

Bei ihrer Abschlusspräsentation vor den Sommerferien zeigten die Grundschüler der Johannes-Schwennesen-Schule in Tornesch, was sie in den Kursen des offenen Ganztags im vergangenen Schuljahr alles auf die Beine gestellt haben. Unterdessen steigt die Nachfrage nach der Nachmittagsbetreuung weiter an.

Im offenen Ganztag werden Schüler bei Bedarf nach Schulschluss direkt an der Grundschule weiterbetreut. 111 der insgesamt 185 JSS-Schüler haben das Angebot im vergangenen Schulhalbjahr genutzt, pro Wochentag waren 55 bis 100 von ihnen in der Betreuung. „Nach den Sommerferien werden uns sogar 130 Schüler besuchen“, sagt Koordinatorin Jennifer Shaw, „der Bedarf steigt, das ist ein durchgehender Trend.“

Nach dem Mittagessen und dem Erledigen der Hausaufgaben haben die Kinder gemeinsame Freizeit. Manche spielen mit ihren Freunden oder nutzen wechselnde Angebote, wie Töpfern, Backen, Erzählrunde oder Traumreisen. Andere wiederum haben feste Kurse gebucht. Was sie dort erlebt und einstudiert hatten, präsentierten sie ihren Mitschülern und Eltern in der Turnhalle.

Zu Popsongs, lateinamerikanischen Klängen und Ethno-Liedern tanzten die Teilnehmer von „Choreo-Dancing“ Tanzformationen in der Gruppe. Dem Publikum gefielen die Tanzschritte so gut, dass sie mitklatschten, die Arme schwenkten und den Auftritt mit jubelndem Applaus belohnten. Die Schüler der Trommel-AG zogen bereits trommelnd in die Halle ein. Sie starteten mit einem großen Wirbel, es folgten Soli und verschiedene Rhythmen.

Beim Erlebnisturnen wurde eine Landschaft aus Turngeräten aufgebaut, die die Kinder, gekleidet in schwarze Shirts mit bunten Tüchern, überwanden oder darüber hinwegsprangen. Michael Baum, Leiter des Kurses Musik und Darstellung, las das Märchen „Hans im Glück“ vor, die Kinder vertonten es mit Orff-Instrumenten als Klanggeschichte und schauspielerten dazu.

Die Teilnehmer von „Selbstbehauptung“ zeigten in Rollenspielen, wie man sich in gefährlichen Situationen richtig verhält. Dem „Mitschnacker“, dargestellt durch eine Mitschülerin, entwischen die Kinder, denn sie lassen sich nicht ins Auto locken. Stattdessen melden sie den Täter, der aufgrund ihrer guten Beschreibung schnell gestellt werden kann. „Im nächsten Jahr bieten wir zehn verschiedene Kurse an“, berichtet Koordinatorin Shaw. Ganz neu ist gesundes Kochen. Außerdem im Angebot: Bauen mit Lego und Fußball. Denn der offene Ganztag ist eben keine Lernzeit, sondern Freizeit, und die soll vor allem Spaß machen.

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