Depression: Vortrag in türkischer Sprache

Katinka Gabriel (links) von der Zentralen Kontaktstelle für Selbsthilfe und Gleichstellungsbeauftragte Christiane Greve laden zu einem Informationsabend in türkischer Sprache ein.
Katinka Gabriel (links) von der Zentralen Kontaktstelle für Selbsthilfe und Gleichstellungsbeauftragte Christiane Greve laden zu einem Informationsabend in türkischer Sprache ein.

Auftaktveranstaltung der Interkulturellen Woche am 18. September

shz.de von
01. September 2018, 16:05 Uhr

Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ erlebt Uetersen vom 18. bis 29. September zum neunten Mal eine Interkulturelle Woche mit vielfältigen Veranstaltungen und Begegnungen. Den Auftakt bildet am Dienstag, 18. September, ein Informationsabend in türkischer Sprache zum Thema Depressionen. Die Veranstaltung in Kooperation mit der Zentralen Kontaktstelle für Selbsthilfe des Kreises Pinneberg, dem Verein Brücken der Kulturen und dem Einwandererbund beginnt um 18.30 Uhr in der Kleinen Stadthalle an der Berliner Straße 12.

Referent und Gesprächspartner wird Dr. Ali Ekber Kaya, leitender Oberarzt der interkulturellen psychiatrischen Abteilung im Psychiatrischen Krankenhaus Rickling sein. Er erläutert in seiner Muttersprache was Depressionen sind, geht auf mögliche Ursachen ein und informiert über Möglichkeiten der Therapie. „Wir organisieren regelmäßig muttersprachliche Vorträge und unterstützen Selbsthilfegruppen. Dadurch ist der Kontakt zu Dr. Kaya, der bei seiner ärztlichen Tätigkeit auf die kulturellen Besonderheiten anderer Kulturkreise sensibel und mit viel Wissen eingeht, entstanden“, betont Katinka Gabriel von der Zentralen Kontaktstelle für Selbsthilfe, die beim DRK-Kreisverband angesiedelt ist.

Mit dem Vortrag in türkischer Sprache ohne Übersetzung schaffen Gleichstellungsbeauftragte Christiane Greve und ihre Kooperationspartner ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen mit türkischen Wurzeln. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich. „Wir hoffen, dass Betroffene und deren Angehörige oder Freunde kommen, um sich in ihrer Muttersprache ohne Hemmungen zu informieren. Wir wollen mit dieser Veranstaltung einen Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit für Menschen mit Migration leisten“, macht Greve ihr Anliegen deutlich. Die Interkulturelle Woche in Uetersen biete dafür einen guten Rahmen, sagt sie.

Über Arztpraxen, Sprachcafés, Mitarbeiter der Schulsozialarbeit in den Bildungseinrichtungen und die Kooperationspartner der Interkulturellen Woche, zu der unter anderem auch die Grüne Moschee und der Diakonieverein Migration gehören, sowie über Plakate sowohl in türkischer als auch in deutscher Sprache wollen Greve und Gabriel kreisweit auf den Vortrags- und Informationsabend in türkischer Sprache zum Thema Depressionen aufmerksam machen. „Wir hoffen auch, dass unter Nachbarn auf diese besondere Veranstaltung hingewiesen wird“, bittet Greve um Beachtung der Auftaktveranstaltung.

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