Das grüne Gespräch

Mitglieder des Tornescher Grünen-Ortsvorstands, der Fraktion und interessierte Bürger beim ersten öffentlichen Treffen der Grünen zum Gedankenaustausch mit Tornescher Bürgern.
Mitglieder des Tornescher Grünen-Ortsvorstands, der Fraktion und interessierte Bürger beim ersten öffentlichen Treffen der Grünen zum Gedankenaustausch mit Tornescher Bürgern.

Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen etabliert offene Treffen mit Bürgern zum Gedankenaustausch und für Anregungen

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17. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Bei ihrem ersten öffentlichen Treffen mit politisch Interessierten waren die Tornescher Vorstandsmitglieder des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen, Mitglieder der Fraktion und Ortsverbandsmitglieder noch fast unter sich. Ein Grund dafür könnte die Herbstferien- und Urlaubszeit gewesen sein. Denn das Kommunalwahlergebnis im Mai hatte gezeigt, dass Bürger grüne Themen und grüne Politik in Tornesch wieder präsenter haben wollen. Die Grünen erhielten 21,2 Prozent der Wählerstimmen und sind mit sechs Mitgliedern in die Ratsversammlung eingezogen.

„In Tornesch ist hohes grünes Potenzial. Die Kommunalwahl hat gezeigt, dass sich viele Bürger mit unseren Werten identifizieren. Wir wollen den Bürgern die Möglichkeit geben, regelmäßig mit uns in Austausch zu treten und sich mit Anregungen einzubringen“, betont Jan-Niklas Sothmann. Er wurde Ende September zum Sprecher des Grünen-Ortsverbands gewählt.

Mit ihm haben Monika Thiel als stellvertretende Sprecherin, Silke Maaß als Beisitzerin und Jens Niederhausen als Schatzmeister als neue Vorstandsgeneration den Staffelstab derer übernommen, die seit Mitte der 1980er Jahre grüne Politik in Tornesch verkörpert haben und nun in die zweite Reihe zurückgetreten sind (unsere Zeitung berichtete).


Funktionierender Ortsverband

„Zu unseren kurzfristigen Zielen gehört, einen funktionierenden Ortsverband aufzubauen, weiter Mitglieder zu werben und durch unsere offenen Treffen nah an den Bürgern zu sein“, umreißt Sothmann Aufgaben, denen sich der Grünen-Vorstand aktuell stellt. Die offenen Treffen sollen unter dem Titel „Das grüne Gespräch“ etabliert werden.

„Wir werden dazu auch noch einmal in diesem Jahr einladen. Denn wir wollen schnell in unsere Arbeit reinwachsen und dazu gehört der Austausch mit den Bürgern“, betont die stellvertretende Grünen-Sprecherin Thies. Sie ist auf ihren regelmäßigen Zugfahrten mit der Tornescher Pendlerin Doreen Potrycus ins Gespräch über die Notwendigkeit einer besseren Zuganbindung des Tornescher Bahnhofs, den ÖPNV allgemein und umweltfreundliche Energienutzung gekommen. „Das sind unsere Themen und eben auch die Themen, die viele Bürger interessieren“, so Thies.

Sie freute sich, dass ihre Zugmitreisende der Einladung zum ersten öffentlichen Treffen mit dem Grünen-Vorstand in das Restaurant Mr. Grande gefolgt war. „Ich kann mich mit vielen Werten der Grünen identifizieren und finde so einen regelmäßigen Gedankenaustausch und das Kennenlernen von Vorstand und Fraktion der Grünen sehr sinnvoll“, sagt Potrycus. Die Anregungen und Themen, die sich der Grünen-Vorstand aus den Gesprächen mit den Bürgern erhofft, sollen in enger Zusammenarbeit mit der Fraktion aufgegriffen und umgesetzt werden, betont Sothmann. Engen Kontakt hält der Ortsverband auch zur ADFC-Gruppe Tornesch-Uetersen.


Radverkehr vor Ort stärken

„Der Radverkehr muss gestärkt werden. Da ist vor Ort noch gut zu tun“, betont die stellvertretende Grünen-Sprecherin Thies. Auch für das Thema Vermeidung von Verpackungsmüll wollen die Grünen die Bürger sensibilisieren, macht Beisitzerin Maaß eine weitere Zielsetzung deutlich. Fraktionsvorsitzende Ann Christin Hahn begrüßt die Ideen der grünen Basis vor Ort und hofft, dass viele Bürger die Gesprächsangebote und eventuell auch Workshops zu grünen Themen nutzen.

„An unseren Wahlständen gab es viele Fragen zum öffentlichen Nahverkehr, zum Tornescher See oder auch zum Kindergartenbau“, sagt Hahn. Zum Thema See-Realisierung wollen die Grünen erneut im Bau- und auch im Umweltausschuss weitere Anfragen stellen. „Die 2,5 Millionen Euro für den See könnte man in andere Projekte stecken. Wir plädieren dafür, dass Ressourcen sinnvoll verwendet werden“, betont Fraktionsmitglied Dagmar Sydow-Graen.

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