Collegia-Coup beim Conti Cup

Jübeker Aktivposten: Timo Klotz (re.) umkurvt den Friedrichsberger Jonas Goos.
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Jübeker Aktivposten: Timo Klotz (re.) umkurvt den Friedrichsberger Jonas Goos.

Fußball-Landesligist Jübek gewinnt Vorbereitungsturnier in Fahrdorf mit Finalsieg über Friedrichsberg / TSB Dritter vor Kropp

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07. Juli 2019, 16:59 Uhr

Fahrdorf | Landesliga sticht Oberliga aus. Beim Conti Cup in Fahrdorf, einem gut besetzten Fußballturnier mit acht Mannschaften, machten nicht die beiden ranghöchsten Teams – die Oberligisten TSB Flensburg und TSV Kropp – den Sieg unter sich aus. Jubeln durfte der TuS Collegia Jübek, der sich den Titel und die 500 Euro Prämie schnappte. Im Endspiel besiegte der amtierende Verbandsligameister den zukünftigen Landesligakonkurrenten TSV Friedrichsberg-Busdorf mit 1:0. Schütze des Goldenen Tores war Neuzugang Anton Merz.

„Wir sind in den Tagen zuvor nur gelaufen und wie auch die meisten Mannschaften hier mit schweren Beinen angereist. Das Turnier hat Spaß gemacht“, freute sich TuS-Coach Guido Gehrke über den couragierten Auftritt seiner ambitionierten Truppe. „Wir wollen auch in der neuen Liga eine gute Rolle spielen“, erklärte er selbstbewusst.

Friedrichsbergs Trainer Michael Schröder zog ebenfalls ein positives Fazit: „Wir haben das heute ganz gut gemacht, auch wenn ich mir mehr spielerische Linie gewünscht hätte. Dass es zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung noch Defizite in der Abstimmung gibt, ist völlig normal.“

Dem Finale waren zwei Halbfinals vorausgegangen, die jeweils erst im Elfmeterschießen entschieden wurden – mit dem besseren Ende für die Außenseiter. Zunächst warf Friedrichsberg den TSV Kropp mit 4:3 aus dem Rennen. Nach den regulären 22 Minuten Spielzeit stand es nach Treffern von Jonas Goos (Fr’berg) und Malte Eggers (Kropp) 1:1. „Das war heute eine gute, intensive Trainingseinheit für uns“, bilanzierte Kropps Kai Kuhn, der Cheftrainer Dirk Asmussen (Urlaub) vertrat, zufrieden. „Wir sind heute mit einer gefühlt etwas älteren A-Jugend und nach reichlich Ausdauertraining mit schweren Beinen angetreten. Für uns war das Ergebnis zweitrangig, wir wollten uns weiter besser kennenlernen. Das ist geglückt.“

Im zweiten Semifinale, in dem es nach regulärer Spielzeit und Toren von Timo Klotz (Jübek) und Nicholas Holtze (TSB) ebenfalls 1:1 hieß, avancierte TuS-Schlussmann Maik Klink mit drei parierten Strafstößen zum Matchwinner.

„Natürlich hätten wir gerne die Siegprämie kassiert“, meinte TSB-Trainer Jan Hellström, dessen Team sich seit zwei Wochen im Training befindet. Seine Vorgaben für den Conti-Cup hatten gelautet: viel Laufarbeit leisten, die fünf neuen Spieler integrieren, Teamgeist entwickeln. „Es war ein nettes, schönes Turnier, das Niveau war ganz okay.“ Großer Wermutstropfen für den TSB war der Ausfall von Marcel Hill, der nach einem Pressschlag im Vorrundenspiel gegen Friedrichsberg mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung im Krankenwagen abtransportiert werden musste.

In der Gruppe B war der TSB, der letztlich Dritter wurde, seiner Favoritenrolle gerecht geworden: drei Spiele, drei Siege. Zweiter wurde Landesligist Friedrichsberg vor den torlosen Schleswiger Teams von IF und 06 (je 1 Punkt). 06-Coach Nicklas Loose sprach von einem guten, lehrreichen Testtag gegen gute Gegner. „Uns fehlten heute vier wichtige Spieler. Wir haben uns trotzdem gut verkauft“, meinte Loose.

In der Gruppe A hatte sich der spätere Turniersieger aus Jübek (6 Punkte) buchstäblich in letzter Sekunde das zweite Halbfinalticket neben dem TSV Kropp (7) gesichert. Im entscheidenden Spiel gegen den VfR Horst erzielte Timo Klotz praktisch mit dem Abpfiff das 2:1. Chancenlos war Gastgeber FC Haddeby, der punkt- und torlos blieb und die Überlegenheit der Gegner anerkennen musste.

Ich denke, wir haben ein tolles Event erlebt“, sagte Organisator Rolf Ejvind Sörensen (Continentale Versicherungsverbund) und berichtete von einem äußerst positiven Feedback der Teilnehmer. Zu Beginn hatte sich die Veranstaltung angesichts starker Regenschauer als echter Nässetest herausgestellt, später schien soagr die Sonne. Sörensen: „Wir denken darüber nach, im kommenden Jahr wieder ein Turnier in dieser Form anzupacken.“

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