CDU fordert: LMG in den Zweckverband

Listenplatz 1: Alexander Böhm (31), Automobilverkäufer.
Listenplatz 1: Alexander Böhm (31), Automobilverkäufer.

Umdenken in Tornesch aufgrund neuer Mehrheiten?

shz.de von
07. September 2018, 16:05 Uhr

Die CDU will für mehr Fairness im Schulzweckverband Tornesch/Uetersen sorgen. Das jedenfalls haben Alexander Böhm (Foto), Vorsitzender des Stadtverbands Uetersen, und Daniel Kölbl, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Tornesch und Vorsitzender des Schulzweckverbandsausschusses, unserer Zeitung mitgeteilt.

Rückblick: Anfang dieses Jahrtausends übernahmen die Städte Tornesch und Uetersen gemeinsam Verantwortung für eine Kooperative Gesamtschule, die 2003 im Gebäude der damaligen Tornescher Realschule ihren Betrieb aufnahm. Beide Gemeindevertretungen hatten sich für den gemeinsamen Betrieb der KGST ausgesprochen. Es wurde ein Schulzweckverband gegründet, Ausgangspunkt für eine gemeinsame Schulträgerschaft, wobei Tornesch als größerer Geldgeber die Mehrheit im zuständigen politischen Ausschuss bildete. Das führte mehr und mehr zu Spannungen und Unzufriedenheiten auf Uetersener Seite.

„In der letzten Wahlperiode wurde das Verhältnis zwischen Tornesch und Uetersen immer weiter zerrüttet. In Uetersen wurden sogar Stimmen laut, aus dem Schulzweckverband auszutreten, da Tornesch keine Verantwortung für das Ludwig-Meyn-Gymnasium (LMG) übernehme und auf Kosten Uetersens mit der Tornescher Stimmenmehrheit im Schulzweckverband die KGST unterhalte“, so die Wahrnehmung Böhms, der noch deutlicher wird: „In der letzten Wahlperiode gab es keinerlei Gesprächsbereitschaft aus Tornesch, sich über eine Erweiterung des Schulzweckverbandes zu unterhalten“.


Wechsel im Chefsessel

Insofern habe er voller Vorfreude auf den Wechsel an der Spitze des Schulzweckverbands geblickt, der aufgrund des Kommunalwahlergebnissses in Tornesch anstand. Die CDU war am 6. Mai Wahlsieger geworden. Bislang hatte die SPD mit Verena Fischer-Neumann den Chefsessel inne, nun Kölbl. „Wir hoffen, dass der Gesprächsfaden zwischen Tornesch und Uetersen bezüglich einer Erweiterung des Schulzweckverbandes nun wieder aufgenommen wird“, sagte Böhm.

Aus Tornesch heißt es von Kölbl dazu: „In einer Partnerschaft, wie zwischen Tornesch und Uetersen, muss man über alles reden können. Beide Seiten sollten sich wohl fühlen.“ So könne der Tornescher CDU-Politiker den Wunsch aus Uetersen durchaus nachvollziehen, da nicht nur viele Uetersener Kinder die KGST besuchen, sondern auch viele Tornescher Schüler auf das Uetersener Gymnasium gehen.

Beschlüsse in diese Richtung hat es bislang nicht gegeben. Doch ist es sehr wahrscheinlich, dass bereits in Kürze ein entsprechender Antrag aus Uetersen den Ausschussvorsitzenden erreicht. Dann muss das Gremium entscheiden. Das Gymnasium würde bei Zustimmung aus der städtischen Trägerschaft in die Hände des Zweckverbands überführt. In Uetersen wünscht man sich dann allerdings eine paritätische Besetzung des Ausschusses, um auf Augenhöhe mitentscheiden zu können.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen