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Lübecks „Kailine“ : Bürger sollen über Projekt entscheiden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es sollte zum Schmuckstück vor der Lübecker Alstadtinsel werden – das Bauprojekt „Kailine“. 425 Wohnungen mit Blick auf die weltberühmte und unter Unesco-Schutz gestellte Silhouette. Doch jetzt hat die Bürgerschaft der Hansestadt das vor der Kommunalwahl beschlossene Bauprojekt gekippt. Obwohl bereits ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt und ein Investor bereitsteht. 26 der 48 Mitglieder stimmten für das vorläufige Aus des 150-Millionen-Euro-Projektes. Die Wirtschaft zeigt sich empört, die Bürgerinitiativen hingegen feiern weiter „ihren Sieg“. Die Politik wiederum rangiert zwischen Resignation und kämpferischem Vorausblicken. Denn am 26. September steht das Projekt erneut zur Abstimmung in der Bürgerschaft an. „Ich hoffe sehr, dass die politischen Kräfte die dazwischen liegende Zeit nutzen, um noch einmal darüber nachzudenken und zur Einsicht kommen“, sagt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) gegenüber „Hanse Markt“, der neuen Wochenzeitung für Lübeck. Hinter den Kulissen wird jedoch davon ausgegangen, dass es zu einer Ablehnung der Verkaufsvorlage kommen wird. Parallel zur politischen Diskussion steht bereits der Ruf nach Bürgerbeteiligung im Raum. Alle Bürgerschaftsfraktionen sehen einer Einbindung der Lübecker eine Chance. Der Haken: Auf der Wallhalbinsel besteht bereits Baurecht, deshalb könnte nur der Verkauf der Grundstücke Gegenstand einer solchen Befragung sein.

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erstellt am 07.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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