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Brüssel gibt 15 Millionen Euro für neue S-Bahn

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die geplante S-Bahn-Linie 4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe erhält einen kräftigen Schub aus Brüssel: Die Europäische Union zahlt 14,6 Millionen Euro für eine vorbereitende Studie. Wie EU-Verkehrskommissar Siim Kallas mitteilte, soll die Studie bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Der Bau der S 4 zählt in der EU ebenso wie der Fehmarnbelt-Tunnel zu den Projekten des neuen „skandinavisch-mediterranen Verkehrskorridors“, der von Helsinki bis Palermo führt und gemeinsam mit acht weiteren transeuropäischen Korridoren ausgebaut werden soll.

Für die S 4 sollen zwischen Hamburg und Ahrensburg ab 2018 zwei zusätzliche Gleise neben die beiden bestehenden gebaut werden; zwischen Ahrensburg und Bargteheide entsteht ein neues Gleis. So können Fern- und S-Bahn-Verkehr auf der Strecke künftig größtenteils getrennt laufen. Kallas erhofft sich eine „effizientere Nutzung der Kapazitäten“, ein „Verhindern von Verspätungen“ und eine „Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene“.

Die Planungskosten für die S 4 teilen sich Schleswig-Holstein und Hamburg – nun sparen beide Länder dank des Zuschusses aus Brüssel je 7,3 Millionen Euro ein. „Das gibt dem Projekt glücklicherweise noch mal richtig Rückenwind“, freute sich der Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Denn noch ist die Finanzierung der S 4 nicht gesichert: Zwar hoffen die beiden Nord-Länder, dass der Bund 60 Prozent der Gesamtkosten von voraussichtlich 630 Millionen Euro übernimmt – doch eine Zusage haben sie noch nicht.

EU-Kommissar Kallas dagegen stellt jetzt auch für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels in Dänemark weitere 11 Millionen Euro bereit; 117 Millionen sind dafür schon aus Brüssel geflossen. Und für den Hamburger Hafen zahlt er 3,5 Millionen – für eine Studie zur umweltfreundlichen Landstromversorgung der Schiffe.

Zudem präsentierte Kallas gestern die neun neuen Korridore für das europäische Kern-Verkehrsnetz. In Schleswig-Holstein will er nicht nur die Vogelfluglinie von Hamburg über Fehmarn nach Kopenhagen fördern, sondern auch den Nord-Ostsee-Kanal sowie die Jütland-Linie über Flensburg und das dänische Kolding.

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erstellt am 18.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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