Brennplatz wird zur Blumenwiese

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Projekt „Schleswig-Holstein blüht auf“ / Neuendeicher dürfen vorerst kein Buschwerk ablagern

shz.de von
05. Juni 2018, 16:05 Uhr

Dem Artensterben etwas entgegensetzen – das soll das am Jahresanfang von Landwirtschaftsminister Robert Habeck ins Leben gerufene Projekt „Schleswig-Holstein blüht auf“ mit einem Fördertopf von 160 000 Euro. Bis April konnten interessierte Landwirte, Unternehmen, Städte und Gemeinden für Flächen von mindestens 1000 Quadratmetern kostenlos blütenreiches Saatgut einheimischer Pflanzen anfordern und selbst ausbringen. Auch die Gemeinde Neuendeich nahm diese Gelegenheit wahr, um den Osterfeuer-Brennplatz in eine insektenfreundliche, sommerliche Blumenwiese zu verwandeln.

„Diese positive Aktion zur Unterstützung der Insekten und somit auch der Vogelwelt haben wir unserem Landwirt Michael Kruse zu verdanken“, betont Bürgermeister Reinhard Pliquet. Als Mitarbeiter im Kieler Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, zuständig für ökologischen Landbau, verfügte Kruse nicht nur über alle nötigen Informationen. Er half der Gemeinde auch bei der Antragstellung, brachte das Saatgut mit und säte es sogar selbst auf dem 1300 Quadratmeter großen Brennplatz aus. Insgesamt, so informierte Kruse, seien im Rahmen des Projektes 350 000 Hektar Acker- und Freiflächen im Land mit dem Blühsaatgut bestellt worden.

Noch ist nicht viel von der Blumenwiese auf dem Neuendeicher Brennplatz zu sehen. „Es ist für das Aufgehen der Saat leider zu trocken“, so Pliquet jüngst beim Ortstermin. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass bis zum 1. November keine Gartenabfälle mehr zum Brennplatz gefahren werden dürfen. „Rasenschnitt, Unkraut, Bauholz und so weiter dürfen sowieso nicht hierher gebracht werden. Ausschließlich brennbares Buschwerk für das Osterfeuer ist erlaubt. Und das fällt ja erst wieder beim Strauchschnitt im Herbst an“, erläutert Pliquet und bittet die Neuendeicher, sich an die Regelung zu halten.


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